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Body Count, 1986 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

BODY COUNT – MATHEMATIK DES SCHRECKENS
(CAMPING DEL TERRORE, Italien, 1986, Regie: Ruggero Deodato)

Eine Gruppe Jugendlicher fahren raus ins Grün, um in einem geschlossenen Campingplatz ihren Urlaub zu verbringen. Doch die Anwohner sind wenig begeistert von den Besuchern, denn einst haben Morde das Camp überschattet, und so wurde es seit dieser Zeit geschlossen. Auch die Legende um einen verfluchen Medizinmann hält die Jugendlichen nicht fern von dem Ort, und das werden sie schnell bereuen. 

Ruggero Deodato hat mit BODY COUNT – MATHEMATIK DES SCHRECKENS einen waschechten Horror-Slasher gedreht, der in der Tradition von FREITAG DER 13. (1980) und VOR MORGENGRAUEN (1981) steht. Auch hier geht es in die Wälder, in den Schoß von Mutternatur. 

Und so karrt Deodato gleich eine ganze Ladung klischeedurchtränkter Jugendlicher an, die immerhin nicht ganz so ätzend inszeniert wurden wie in vielen US-Produktion. An Hirn mangelt es ihnen trotzdem, aber nichts anderes erwartet man ja auch bei solchen Filmen. Interessanter ist eher die Wahl die für die älteren Damen und Herren getroffen wurde. Mimsy Farmer (VIER FLIEGEN AUF GRAUEM SAMT, 1971) und Luisa Maneri (JUNGE MÄDCHEN ZUR LIEBE GEZWUNGEN, 1978) verstärken den weiblichen Cast, David Hess (LAST HOUSE ON THE LEFT, 1972), Ivan Rassimov (DIE FARBEN DER NACHT, 1972), Charles Napier (RAMBO 2, 1985) und John Steiner (CUT AND RUN, 1984) den männlichen. Also für einen bunten Strauß an guten Bekannten wurde gesorgt, und das macht die Inszenierung durchaus unterhaltsam. Damit kann Deodato auch ein bisschen über das ansonsten ausgelutsche Slasher-Thema hinwegtäuschen. Wobei er das gar nicht muss, denn auch als Slasher ist BODY COUNT durchaus brauchbar. Man bekommt einige harte Kills geliefert, die durchweg gut inszeniert wurden. Mit Komponist Claudio Simonetti gibt es einen weiteren guten Bekannten, der hier zwar nicht durchgängig überzeugt, aber dennoch stimmige Arbeit abliefert. 

Ein richtiger Hingucker ist vor allem der Schauplatz. Gedreht wurde in den Abruzzen, in Italien, und Deodato und Kameramann Emilio Loffredo verstehen es, die Illusion zu erwecken, dass BODY COUNT in den USA spielt. Die herbstliche Wald-, Wiesen- und Berg-Kulisse macht wirklich was her und ist im Slasher-Kino selten schöner anzutreffen. Weniger gelungen ist der Antagonist, der Killer hinter einer Latexmaske, die einen verschrumpelten Mann darstellt. Hier musste ich an DER FLUCH DES BLUTIGEN SCHATZES (1983) denken, am Ende hingegen an MUTTERTAG (1980). Existiert der Indianer-Fluch um den Medizinmann wirklich oder ist der Killer irdischer Natur? Schaut selbst. 

BODY COUNT – MATHEMATIK DES SCHRECKENS ist ein solider Slasher, der liefert, was man von dieser Gattung Film erwartet. 

(Bjoern Candidus)

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