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Killing Birds, 1988 – ★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

KILLING BIRDS
(KILLING BIRDS: UCCELLI ASSASSINI, Italien, 1987, Regie: Claudio Lattanzi, Joe D‘Amato)

Eine Gruppe Studenten macht eine Forschungsreise in die Sümpfe von Louisiana, um den seltenen Elfenbeinspecht aufzuspüren. Dabei stoßen sie auf ein altes Haus mit einer schrecklichen Vergangenheit, die die Studenten plötzlich einholt. 

Mit KILLING BIRDS hat Joe D‘Amatos Filmklitsche Filmirage ein zähes Filmchen rausgehauen, bei dem sich nicht mal genau sagen lässt, wer hier was inszeniert hat. Als Regisseur wird Claudio Lattanzi aufgeführt, aber auch D‘Amato selbst. Wer auch immer was gedreht hat, lässt sich heute nicht mehr sagen. Fest steht aber, dass der Film halbwegs spannend anfängt, bevor er mich nur noch mit Langeweile gequält hat.

Der Schauplatz, die Sümpfe von Louisiana, sorgt zwar für eine gewisse Atmosphäre, die mit Nebel und Weichzeichnern ergänzt wurde, aber die Darsteller sind so ausdruckslos und talentfrei, dass alles nach Abschalten schreit. Selbst Lara Wendel (TENEBRAE, 1982) wirkt wie weggetreten, und Robert Vaughn (BULLITT, 1968) hat auch nicht viel zu bieten. Das Einzige, was hier geboten wird, sind ein paar wenige nette Gore-Szenen, wenn es z.B. zu einer Strangulation mittels Halskette durch einen Stromgenerator kommt. Gegen Ende liefert man dann noch eine MAN-EATER-Hommage, damit auch klar wird, wer hier der Mann hinter der Produktion ist. Das aggressive Verhalten der Raubvögeln, die am Anfang herzhaft zupicken dürfen, bleibt ebenso rätselhaft wie das der Zombies. Egal. Was nicht egal ist, ist der ganz schlimme Score von Carlo Maria Cordio, den man perfekt für eine Liebes-Soap hätte verwenden können, aber nicht für einen Horrorfilm.

KILLING BIRDS hat durchaus ein paar kurze atmosphärische und blutige Momente zu bieten, doch die können die Folter nicht wieder gutmachen, die durch die öden Figuren, der Spannungsarmut und dem quälenden Score ausgelöst wurde. 

(Bjoern Candidus)

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