BREAKDOWN
(USA, 1997, Regie: Jonathan Mostow)
Jeff und Amy Taylor wollen ein neues Leben in einer anderen Stadt starten. Mit ihrem neuen Auto geht es quer über eine Wüstenstraße in Richtung San Diego. Doch als das Auto stehenbleibt, hängen die beiden in der Wüste fest, bis ein Truck hält. Der Trucker stellt sich als Red vor und bietet seine Hilfe an. Er nimmt Amy mit zum nächsten Diner, während Jeff auf das Auto aufpasst und wartet, dass der überhitze Motor abkühlt. Als Jeff später den Diner erreicht, fehlt von Amy jede Spur.
Jonathan Mostow (TERMINATOR 3, 2003) wandelt in diesem Road-Thriller auf den Spuren von Filmen wie TRUCK DRIVER (1981), HITCHER (1986) und SPURLOS VERSCHWUNDEN (1988).
Anfänglich gelingt es Mostow auch noch, ein gutes Maß an Spannung aufzubauen, doch die lässt spätestens nach den ersten 30 Minuten rapide nach. Es bleibt ein Film voller Klischees übrig, der die Frage nach dem Verbleib seiner Frau schnell beantwortet und kein Geheimnis daraus macht, mit wem es Jeff zu tun hat. Dass dieses Wissen nicht zwangsläufig die Spannung rauben muss, hat George Sluizer eindrücklich mit SPURLOS VERSCHWUNDEN bewiesen, aber hier ist rein gar nichts von der Kraft zu spüren.
Auch mit Kurt Russells Charakter Jeff Taylor hatte ich Probleme. Jeff, ein Snob, der vorher noch als vorsichtiger, fast ängstlicher Mann gezeichnet wird, hängt plötzlich unter einem fahrenden Truck und entdeckt gegen Ende eine ganz neue Ausdauer. Der plötzliche Wandel von Figuren ist in Filmen natürlich nichts Neues und oft stört es mich auch gar nicht, aber hier ist es mir sauer aufgestoßen. Mostow lässt seinen Road-Thriller zu einem Actionfilm mit einem konstruierten Plot verkommen, in dem nicht mal J.T. Walsh als Argument zählt. Zu Kathleen Quinlan als Amy gibt es nicht viel zu sagen, da sie die meiste Zeit irgendwo gefangen gehalten wird. Schön ist der Wüsten-Schauplatz (gedreht wurde in Kalifornien und Arizona) mit den gigantischen Felsen und der schier unendlichen Weite. Doch auch daran habe ich mich schnell sattgesehen.
BREAKDOWN ist handwerklich ein solide gemachter Film, der grundsätzlich auch gut besetzt wurde, doch mit den Figuren und der Story wurde ich nicht warm.
(Bjoern Candidus)
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