WOODOO – INFERNO DES GRAUENS
(LA NOCHE DE LOS BRUJOS, Spanien, 1974, Regie: Amando de Ossorio)
Irgendwo im Dschungel von Bumbasa geht ein Forscherteam auf eine Expedition und stößt dabei auf einen geheimnisvollen Voodoo-Kult, der schnell zur Gefahr für die Entdecker wird.
Zwischen seinem GEISTERSCHIFF DER SCHWIMMENDEN LEICHEN (1974) und seinem EXORZIST-Rip-off DER EXORZIST UND DIE KINDHEXE (1975) verschlug es Amando de Ossorio in die Welt des Voodoo-Zaubers.
Der Film startet mit einem trommellastigen Voodooritual im Dschungel bei dem eine weiße Frau erst blutig gepeitscht und anschließend geköpft wird. Die Bestrafung für die grausame Tat folgt zugleich, denn ein Trupp britischer Soldaten bläst dem Kult das Licht aus. Nach dem Titelvorspann springt die Haupthandlung einige Jahrzehnte in die Zukunft, wo man alsbald das Expeditionsteam vorgestellt bekommt. Darunter sind zwei recht bekannte Herren: Simón Andreu und Jack Taylor.
Der Aufbau von WOODOO – INFERNO DES GRAUENS gleicht sehr stark dem von DIE NACHT DER REITENDEN LEICHEN (1972) und seinen Fortsetzungen. Ein Kult, Opfer-Rituale, Tote, die aus den Gräbern steigen und Rache nehmen sind auch hier anzutreffen, nur die Gefahr und das Setting wurde geändert. Hier lässt man nicht nur Zombies, sondern auch Vampire in Tigerfellen auftauchen, was zumindest ganz nett aussieht. Die morbide Atmosphäre seiner Templerfilmer schafft der Spanier leider nicht zu erzeugen, dafür hat die Inszenierung mehr von einem Abenteuerfilm. Die Kombination Abenteuerfilm und Horrorfilm ist relativ selten und von dieser Warte aus ist WOODOO – INFERNO DES GRAUENS gar nicht uninteressant. Doch Ossorio gelingt es nicht, die nötige Spannung zu erzeugen, was mitunter auch an den teils hölzernen Figuren liegt. Die Frauen werden natürlich in erster Linie auf ihren nackten Körper reduziert, bevor man sie tötet. Aber das versteht sich in diesem Kino fast von alleine.
WOODOO – INFERNO DES GRAUENS liefert zwar nackte Brüste, eine Handvoll blutrünstiger Szenen vor portugiesischer Kulisse, die als Afrika verkauft wird, aber viele langweilige Momente und die öden Figuren bremsen den Spaß immer wieder aus.
(Bjoern Candidus)
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