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Black Cobra, 1976 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

NACKTE EVA
(EVA NERA, Italien, 1976, Regie: Joe D’Amato)

Der gutbetuchte Judas Carmichael ist ein Schlangen-Liebhaber. Da kommt ihm die sexy Schlangentänzerin Eva gerade recht, die sein jüngerer Bruder Jules am Flughafen kennengelernt hat. Judas bietet der sehr viel jüngeren Eva an, bei sich in Hongkong zu wohnen. Es dauert nicht lange, bis sich Jules in Eva verliebt, doch die ist eigentlich lesbisch und vernarrt in Gerri, eine Europäerin. Als er die beiden beim Sex beobachtet, schmiedet er einen tödlichen Plan.

Im gleichen Jahr, in dem Joe D’Amato mit BLACK EMANUELLE 2 seinen ersten Teil um Laura Gemsers globale Sexabenteurer in die Kinos brachte, stand die Schöne Indonesierin bereits ein weiteres Mal für den Italiener vor der Kamera. Diesmal präsentiert sie sich vor der Stadtkulisse Hongkongs, wo sie erotische Schlangentänze aufführt. Die sind sehr schön inszeniert, wie eigentlich alles in NACKTE EVA. D’Amato stand hier wieder selbst hinter der Kamera und hat erneut sein Können als Kameramann und Regisseur in einem bewiesen. Mit Gemser liegt man immer richtig, ebenso mit Gabriele Tinti, der im selben Jahr Gemsers Ehemann wurde. Tinti spielt Jules Carmichael, eine Rolle die ihm förmlich auf den Leib gebügelt wurde. Und dann ist da noch Jack Palance als Judas Carmichael, zu dem das Schlangen-Hobby natürlich hervorragend passt. Ein wunderbares Duo hat D’Amato hier zusammengestellt, um eine sleazige Unterhaltung zu garantieren. Von erotischen Szenen mit Palance bleibt man jedoch verschont, aber dafür darf hier sonst ständig jemand irgendwen befummeln oder fummelt an sich selbst herum. 

Richtig schön melodisch ist der Score von Piero Umiliani, der die vielen Erotik-Szenen und Schauplätze Hongkongs wundersam untermalt und eine gute Alternative zu Nico Fidenco darstellt. Um Tiersnuff kommt man hier leider nicht ganz herum. Auf einem Markt wird man Zeuge, wie eine Schlange bei lebendigem Leibe gehäutet und zum essen zubereitet wird.

NACKTE EVA ist ein ansehnliches Erotik-Drama mit vertrautem D’Amato-Feeling, dem allerdings ein paar Kürzungen gutgetan hätten.

(Bjoern Candidus)

←The Bermuda Triangle, 1978 – ★★½
The Iguana with the Tongue of Fire, 1971 – ★★★½→

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