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Mark of the Devil Part II, 1973 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

HEXEN – GESCHÄNDET UND ZU TODE GEQUÄLT
(Deutschland, 1973, Regie: Adrian Hoven) 

Im Jahre 1780 sorgt in einer deutschen Gegend der Hexenjäger Balthasar von Ross für Angst und Schrecken unter der Bevölkerung. Immer wieder bezichtigt er Frauen und Männer der Hexerei und lässt sie foltern bis sie gestehen, im Bund mit dem Teufel zu sein, um sie dann hinzurichten. Als Graf Salmenau einer jungen Frau helfen will, die als Hexe bezichtigt und ertränkt werden soll, wird er von Natas, einem Hexenjäger, getötet. Seine Frau will Gerechtigkeit, doch ihrer Zeugenaussage will niemand glauben. Als sie nicht locker lässt, sorgt Balthasar von Ross dafür, dass ihr kleiner Sohn Alexander eingesperrt wird, weil er ein kleiner Teufel sei. 

Wer nach HEXEN BIS AUFS BLUT GEQUÄLT (1970) noch mehr Hexploitation aus Deutschland braucht, dem sei HEXEN – GESCHÄNDET UND ZU TODE GEQUÄLT wärmstens ans Herz gelegt. Während Adrian Hoven im Vorgänger für Michael Armstrong als Regisseur einspringen musste, weil der zu unzuverlässig war, übernahm er bei der Fortsetzung direkt selbst die Regie. Von einer Fortsetzung kann hier allerdings nicht die Rede sein, sondern es wird eine eigene Geschichte erzählt, die der vom Vorgänger allerdings sehr ähnelt. Auch der ein oder andere Darsteller taucht wieder in der gleichen Rolle auf. Reggie Nalder ist wieder ein Hexenjäger, heißt hier Natas und ist mindestens so widerlich wie in HEXEN BIS AUFS BLUT GEQUÄLT. Ebenfalls wieder an Bord: Johannes Buzalski als Advokat. Herbert Lom wurde durch Anton Diffring als Balthasar von Ross ersetzt, der mit seinen durchdringenden Augen ganz besonders finster wirkt. Elisabeth von Salmenau wird von Erica Blanc verkörpert, die ihre Schönheit in alle Richtungen verstrahlt. Wieder an Bord ist auch Percy Hoven als der kleine Alexander von Salmenau. Etwas leid getan hat mir Astrid Kilian, der man extra eine Glatze geschnitten hat, statt ihr eine Latexhaube aufzupappen. Das nenn ich konsequent. Sie muss hier als Nonne Clementine einiges ertragen.
Erst wird sie ausgepeitscht, dann von einem äußerst widerlichen, sabbernden Folterknecht vergewaltig und anschließend… schaut selbst. Von einer Vaginapfählung über eine Streckbank bis hin zum Scheiterhaufen ist hier alles dabei. Auch wenn HEXEN – GESCHÄNDET UND ZU TODE GEQUÄLT natürlich mit allem Mitteln und auf Teufel komm raus exploitativ inszeniert wurde, haftet grausame Wahrheit an ihm und man wird Zeuge davon, was unsere Vorfahren im Namen des Gesetzes, basierend auf Lügen und Aberglaube, vollzogen haben. 

Auch der Schauplatz des Schreckens ist erneut Schloss Moosham und Burg Mauterndorf sowie diesmal noch Burg Finstergrün, die ebenfalls im Lungau (Österreich) zu finden ist. Die umliegenden Wälder, Wiesen, Berge und Täler bieten erneut ein märchenhaftes Ambiente, dem allerdings die wunderschöne Musik von Michael Holm fehlt. 

HEXEN – GESCHÄNDET UND ZU TODE GEQUÄLT erreicht nicht ganz die Qualität des Vorgängers, braucht sich vor diesem aber nicht verstecken. Adrian Hoven liefert fiese Kerle ohne Ende, setzt auf Sex und Gewalt und verwöhnt einen mit prächtigen Burgen und Landschaften. 

(Bjoern Candidus)

←The Night of the Clocks, 2007 – ★★★½
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