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Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III, 1990 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

LEATHERFACE – DIE NEUE DIMENSION DES GRAUENS
(LEATHERFACE: TEXAS CHAINSAW MASSACRE III, USA, 1990, Regie: Jeff Burr)

Auf dem Weg nach Florida fahren Michelle und Ryan durch Texas, was ihnen schnell zum Verhängnis wird. Nachdem sie an einer Tankstelle eine Begegnung mit zwei üblen Typen haben, werden sie nach der Weiterfahrt von Leatherface mit seiner Kettensäge angegriffen und gelangen in die Fänge der Familie Sawyer, die aus Menschen Wurst macht. 

Erneut wird der Film mit einem Off-Sprecher und einem Lauftext eröffnet, der einem verrät, dass Sally Hardesty, nachdem sie im Jahre 1973 Schreckliches erlebt hat, im Jahre 1977 in einer Privatklinik verstarb. Der Anfang und der weitere Verlauf des Films macht klar, dass Tobe Hoopers 2. Teil umgangen wird. LEATHERFACE fühlt sich mehr wie ein eigenständiger Film an, was vor allem an der neuen Familie Sawyer liegt, von der nur Leatherface und Grandpa übrig sind. Während in Grandpa endgültig kein Leben mehr steckt, ist Leatherface voller Energie. Dieser wird diesmal von R.A. Mihailoff gespielt, dessen Darstellung mir insgesamt besser gefallen hat als im zweiten Teil durch Bill Johnson. Neu sind Miriam Byrd-Nethery als Mama Sawyer, eine widerliche Alte, die im Rollstuhl sitzt und durch ein Elektrolarynx spricht. Neben Leatherface hat sie noch eine kleine Tochter (Jennifer Banko) und zwei Söhne namens Tex (Viggo Mortensen) und Tinker (Joe Unger), die verhältnismäßig „normal“ gezeichnet werden. Sie entsprechen mehr dem White Trash-Typ als den komplett Verrückten der Vorgängerfilme. Insgesamt verhält sich LEATHERFACE bodenständiger, etwas konventioneller, aber ohne dabei langweilig zu sein. Michelle, die diesmal den Terror aushalten muss, wird von Kate Hodge gespielt, die soweit okay ist. Schön ist auch das Auftauchen von Ken Foree, der sich gegen die Sippschaft wehrt und ein zünftiges letztes Drittel zu verantworten hat.

Was hier direkt auffällt ist die tolle Fotografie von James L. Carter, der sowohl die Schauplätze am Tag wie in der Nacht stark eingefangen hat und durchaus eine spannende Atmosphäre liefert. Die Produktion sieht besser aus als viele andere aus berühmten Horrorreihen jener Tage. Das liegt natürlich auch am Regisseur Jeff Burr, der vorher mit Filmen wie DIE NACHT DER SCHREIE (1987) und STEPFATHER II (1989) ganz gute Filme inszeniert hat. Was die grafische Gewalt angeht, ist LEATHERFACE eine gute Mischung aus TEXAS CHAINSAW MASSACRE (1974) und TEXAS CHAINSAW MASSACRE 2 (1986). Es gibt ein paar grobe Gewaltspitzen, aber vieles wird (trotz unrated Version) nur angedeutet. Zimperlich geht es hier auf jeden Fall nicht zu. Auch die Innenausstattung der Sawyers lehnt sich an das Original an. Alles ist dreckig, überall liegen Menschenknochen und Material, um Wurst herzustellen. 

LEATHERFACE – DIE NEUE DIMENSION DES GRAUENS ist ein solider Horrorfilm, mit einer dichten Atmosphäre und ein paar garstigen Momenten. Burr hat hier quasi die erste Mainstream-Version von TEXAS CHAINSAW MASSACRE gedreht.

(Bjoern Candidus)

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