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The Last Horror Film, 1982 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

LOVE TO KILL
(THE LAST HORROR FILM, USA, 1982, Regie: David Winters)

Vinny, ein Taxifahrer aus New York, ist sehr angetan von der Schauspielerin Jana Bates. In seinen Tagträumen wird er zum angesehen Regisseur, der mit Bates einen neuen Film dreht. Doch als er nach Cannes reist, um seinen Schwarm aufzusuchen, entwickelt sich alles anders als gedacht

Nachdem Joe Spinell als Frank Zito in MANIAC (1980) einen eiskalten Psychopathen und Serienmörder mimte, sollten nur zwei Jahre vergehen, bis er in eine ähnliche Rolle zurückkehrte und gleich dazu erneut Caroline Munro im Schlepptau hatte. Die Erwartungshaltung seines Charakters in LOVE TO KILL sollte allerdings nicht allzu hoch sein. Seine Rolle als Vinny, der unbedingt mit Filmstar Jana Bates (Munro) einen Horrorfilm drehen möchte, ist etwas anders angelegt. Spinell ist auch als Frank Zito ein armes Würstchen, doch als Vinny macht er sich geradezu lächerlich. Spinell überzeugt letztlich auch hier wieder als Bekloppter, doch seine Darstellung erreicht nicht eine Sekunde die Kraft, die er in MANIAC aufbringen konnte, was in erster Linie dem Drehbuch geschuldet sein dürfte. Caroline Munro hat es nicht besser getroffen. Ihre Rolle als Newcomerin in einem Horrorfilm ist reichlich übertrieben bis lächerlich, was auch auf alle anderen Personen zutrifft.

Trotz der Meta-Elemente aus der Welt des Kinos, den Aufnahmen von Cannes, in denen es viele Filmplakate jener Tage zu bewundern gibt und dem zügigen Tempo, was Regisseur David Winters an den Tag legt, ist LOVE TO KILL weder Fisch noch Fleisch. Glaubt man sich gerade noch in einem blutigen Slasher zu befinden, wird man im nächsten Moment zum Fremdschämen eingeladen. Immerhin liefert Winters in Sachen Gore ein paar harte Szenen, wie z.B. das Verbrennen eines Gesichtes mittels Fackel oder eine Enthauptung. 

Im Übrigen: wer aufmerksam hinschaut, erkennt auch ein Filmplakat, was den Titel „Stab“ trägt. Der Film, der Caroline Munro in LOVE TO KILL zum Durchbruch verhilft, heißt hingegen „Scream“. Gut 15 Jahre später fügte Wes Craven beides zusammen. 

LOVE TO KILL ist ein verschrobener Horror-Thriller, der vor allem von seinem Schauplatz und seiner Filmbezüge lebt, weniger von Joe Spinell und Caroline Munro. 

(Bjoern Candidus)

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