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Death Valley, 1982 – ★★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DEATH VALLEY
(USA, 1981, Regie: Dick Richards)

Billy, seine Mutter Sally und ihr neuer Lover Mike wollen Urlaub in Arizona machen. Auf ihrer Reise machen sie einen Abstecher nach Death Valley, wo sie sich eine alte Goldmine angucken wollen. Doch in der Gegend ist ein Serienmörder unterwegs, der nach der Ankunft der Drei zwei neue Opfer gefunden hat. Eine Goldkette mit einem Frosch-Anhänger, die der kleine Billy am Tatort gefunden hat, führt den ansässigen Sheriff auf die Spur des Täters, der sich unterdessen auf die Suche nach Billy, Sally und Mike macht.

Psychopathen, die mit ihren Autos oder LKWs über Wüsten-Highways fahren und diese unsicher machen, sind keine Seltenheit. DUELL (1971) und TRUCK DRIVER (1981) seien hier an vorderster Front erwähnt. In VIER IM RASENDEN SARG (1975) ist es eine Teufelssekte, in DER TEUFEL AUF RÄDERN (1977) der Herr der Finsternis persönlich. Dick Richards Wüsten-Thriller ist sicherlich kein Pool der Innovationen, aber er hat mit DEATH VALLEY einen verdammt unterhaltsamen Film geschaffen, der nicht eine Sekunde langweilig ist. 

Zu Beginn lernt man den kleinen, ziemlich intelligenten Billy kennen, der von dem damals 10-jährigen Peter Billingsley dargestellt wird. Dieser verabschiedet sich widerwillig von seinem geschätzten Vater (Edward Herrmann), da er mit seiner Mutter Sally und dem wenig geschätzten neuen Freund Mike in den Urlaub fahren muss. Das sonderbare Spiel des Jungen und sein oft skurriler Gesichtsausdruck sorgt für einige gewitzte Momente, die die Erwachsenen manchmal etwas blass aussehen lassen. Sally wird von Catherine Hicks verkörpert und ihr Freund Mike von Paul Le Mat. Mehr Charisma kommt mit Stephen McHattie als Hal ins Spiel, der hier als Killer in Verdacht steht.

DEATH VALLEY wurde zudem sehr gut fotografiert, und Richards baut eine sehr dichte Atmosphäre auf, in dem er die Ödnis von Death Valley nutzt. Die karge, Wüstenlandschaft wirkt wie ein zusätzlicher Feind, neben dem ein noch gefährlicherer lauert. Eine weitere Stärke ist die Ruhe, mit der Richards vorgegangen ist. Zusammen mit dem Schauplatz und dem Score von Dana Kaproff gelingt ihm ein gutes Maß an Spannung aufzubauen, die die Angriffe des Killers einleitet, der schließlich den ein oder anderen Hals durchschneiden darf. Besonders unterhaltsam wird es, wenn sich Billy gegen den Killer zu Wehr setzten muss und sein Einfallsreichtum spielen lässt. 

DEATH VALLEY ist ein kurzweiliger, spannender Thriller mit den damals angesagten Slasher-Elementen, der sich durch seine Figuren und sein Setting angenehm von der Masse ähnlich gelagerter Filme abhebt. Schön. 

(Bjoern Candidus)

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