Zum Inhalt springen
  • Episoden
  • Rezensionen
  • Über uns
  • Wo Ihr uns findet
  • Kontakt

Halloween: The Curse of Michael Myers, 1995 – ★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

HALLOWEEN 6 – DER FLUCH DES MICHAEL MYERS
(HALLOWEEN: THE CURSE OF MICHAEL MYERS, USA, 1995, Regie: Joe Chappelle)

Jamie Lloyd wurde jahrelang von einer Sekte gefangen gehalten. Am Tag der Geburt ihres Kindes kann sie flüchten, doch wird schließlich von Michael Myers getötet. Das Baby, den kleine Steven, kann sie vorher auf einer Toilette eines Busbahnhofs verstecken, wo er schließlich von Tommy Doyle gefunden wird, der nach den schrecklichen Ereignissen aus der Halloween Nacht im Jahre 1978 nur darauf wartet, dass Michael Myers zurückkommt. 

Nach dem sehr schwachen HALLOWEEN V – DIE RACHE DES MICHAEL MYERS (1989) sollten gut sechs Jahre ins Land fließen, bis man an dem Story-Strang der beiden Vorgängerfilme anknüpfte, um die Geschichte um Michaels Nichte Jamie Lloyd abzuschließen. Auch der grundgute Donald Pleasence musste als Dr. Loomis mit der Reihe abschließen, denn der verstarb noch während der Dreharbeiten, was zu einer nachträglichen Veränderung im Handlungsverlauf führte. Und genau das zeichnet sich ab der Mitte von HALLOWEEN 6 deutlich ab.

Trotz widrige Umstände startet Joe Chappelles (PHANTOMS, 1998) Film durchaus spannend und interessant, in dem er sofort auf das Mysterium um den Mann mit Hut und Mantel eingeht, der seine kurzen Auftritte in HALLOWEEN V – DIE RACHE DES MICHAEL MYERS hatte. Eine wesentlich ältere und glücklicherweise nicht von Danielle Harris dargestellte schwangere Jamie Lloyd ist in den Fängen einer Sekte, die offensichtlich die Kontrolle über Michael Myers gewonnen hat. Was die Vaterschaft angeht, unterscheidet sich die Originalfassung vom Producer‘s Cut, was in dem Fall bedeutet: Zeugung durch künstliche Befruchtung mit dem Samen des Bösen oder durch die direkte Befruchtung durch das Böse. Mit Ach und Krach werden hier im Laufe des Films Erklärungen um den Thorn-Kult und einen Druidenfluch eingeflochtenen, die allenfalls dazu dienen, Michael Myers zu entmystifizieren. Myers darf aber erst mal kräftig zur Tat schreiten, und das gnädigerweise wieder mit einer Maske, die mehr der Originalmaske gleicht. In Sachen Brutalität und Gore stellte HALLOWEEN 6 zum damaligen Zeitpunkt alles in den Schatten, was die Reihe vorher zu bieten hatte, zumindest auf grafischer Ebene. Die anfängliche Halloween-Atmosphäre in Haddonfield ist durchaus vorhanden und schließt an seine Vorgänger an. Aber man erkennt deutlich die modernere Handschrift, was dem Film erst mal guttut und frischen Wind in die Reihe bringt, zumal auch inhaltlich einige Jahre ins Land gezogen sind. Schnellere Schnitte, überspitzte Soundeffekte, die gut zu den wenigen spannenden Momenten passen und ein düsterer Score erwecken Interesse, was leider ab der Mitte immer mehr nachlässt. Da können weder Michael Myers, Dr. Loomis, Tommy Doyle (Paul Rudd) oder eine der anderen unsympathischen Figur etwas dran ändern. 

Zu viele Figuren und Ansätze haben sich hier gegenseitig gefressen und aus HALLOWEEN 6 – DER FLUCH DES MICHAEL MYERS ein löchriges Konstrukt gemacht. Im Vergleich zur Originalfassung ist der Producer’s Cut zwar etwas runder, gewinnt aber auch keinen Blumentopf. 

(Bjoern Candidus)

←The Evil Clergyman, 1988 – ★★★½
House on Haunted Hill, 1959 – ★★★½→

Kommentare

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

  • River’s Edge, 1986 – ★★★★

    7. September 2026
  • White Star, 1983 – ★★★★½

    5. September 2026
  • Fortsetzungen

    3. September 2026
  • The Angry Red Planet, 1959 – ★★★

    3. September 2026

Impressum · Datenschutzerklärung · © 2026 Antenne Traumstadt