DAS HAUS AUF DEM GEISTERHÜGEL
(HOUSE ON HAUNTED HILL, USA, 1959, Regie: William Castle)
Der wohlhabende Frederick Loren und seine Frau Annabelle planen eine ganz besondere Nacht in einem gemieteten Haus mit einer mörderischen Vergangenheit. Dazu laden sie sich fünf Gäste ein, von denen jeder 10.000$ ausgehändigt bekommt, wenn er die Nacht in dem Haus überlebt.
Ein Skelett ist leider nicht durch mein Wohnzimmer geflogen, wie einst durch den Kinosaal bei den Aufführungen zu DAS HAUS AUF DEM GEISTERHÜGEL, aber dennoch hat mir William Castles Klassiker viel Freude gebracht.
Castle hat es meist hervorragend verstanden, eine gruselige Atmosphäre zu schaffen, bevor der Schrecken aus der Ecke springt. Da reicht, wie hier, die bizarre Außenfassade des Ennis House (in L.A.) und der unheilschwangere Score von Von Dexter schon mal aus, um für Gänsehaut zu sorgen. Auch die Schattenwürfe im Haus verdichten die Schwarzweißbilder zusätzlich. Finstere Korridore, vergitterte Fenster und düstere Kellergewölbe mit einem Säurebad im Boden machen DAS HAUS AUF DEM GEISTERHÜGEL zu einem visuell ansprechenden Film. Die Horror-Masken und Effekte, mit denen die Gäste konfrontiert werden, sind wirkungsvoll und geben Ausblick auf Castles kommendes Werk.
Doch neben Spukerscheinungen, Blitz und Donner und der permanenten unheilvollen Atmosphäre ist es vor allem der wunderbare Vincent Price, der sich als Frederick Loren mal wieder von seiner besten Seite zeigt und sich als überheblicher Millionär aufspielt. Ebenfalls an Bord ist Elisha Cook Jr. als Watson Pritchard, der unter den anderen Gästen für Gruselstimmung sorgt, wenn er von der Vergangenheit des Hauses berichtet.
DAS HAUS AUF DEM GEISTERHÜGEL ist ein charmanter Krimi und Geisterbahn-Horrorfilm gleichzeitig. Wer Skelette aus Säurebädern schießen sehen will, sich über Geisteromas freut und von Vincent Price einfach nicht genug bekommen kann, sollte sich diesen Castle nicht entgehen lassen.
(Bjoern Candidus)
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