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Hellbound: Hellraiser II, 1988 – ★★★★½

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

HELLBOUND – HELLRAISER II
(GB, USA, 1988, Regie: Tony Randel)

Kirsty Cotton wird nach dem Erlebnissen mit den Cenobiten in die Klinik von Dr. Channard eingewiesen. Die Puzzlebox, die das Tor zur Hölle öffnet, erweckt die Aufmerksamkeit von Dr. Channard, der genau weiß, was es damit auf sich hat. Schließlich erweckt er Kirstys Stiefmutter Julia zu neuem Leben, was die Cenobiten auf den Plan ruft. 

Blendet man das sonderbare Drachen-Ende vom Erstling aus, knüpft HELLBOUND – HELLRAISER II fast nahtlos an und macht den zweiten Teil zu einer echten Fortsetzung. Wenn diese gleich ein Jahr später folgt, heißt das oft nichts Gutes. Doch im Fall von HELLBOUND – HELLRAISER II kann jede Sorge direkt im Keim erstickt werden. Regisseur Tony Randel und Drehbuchautor Peter Atkins folgen hier dem Höher, schneller, weiter – Prinzip der Fortsetzung und legen einiges an Schauwerten oben drauf, um das von Clive Barker erschaffene Universum um die geheimnisvolle Puzzlebox zu erweitern. Barker selbst fungierte hier nur noch als ausführender Produzent.

Der begrenzte Schauplatz vom Vorgänger weicht diesmal dem weitläufigen Sanatorium von Dr. Channard und dem imposanten Labyrinth der Cenobiten-Hölle, die aus Studiokulissen und Matte Paintings besteht, die wirklich toll geworden sind. Oberflächlich betrachtet, handelt es sich um ein ganz normales Sanatorium mit geisteskranken Menschen. Doch Dr. Channard hat auch einen Keller, in dem der Wahnsinn förmlich zu Hause ist. Dort versammeln sich die Wahnsinnigen, mit denen Channard ganz besondere Experimente durchführt. Der Doktor hat nämlich ein ganz spezielles Hobby: er interessiert sich für mystische Gegenstände, und die Puzzlebox seiner Patientin Kirsty Cotton hat es ihm besonders angetan. Mit der Szene von Julias Wiederauferstehung, die mit Hilfe eines Wahnsinnigen herbeigeführt wird, der sich mit einem Skalpell seinen kompletten Körper zerschneidet und auf der Matratze aus HELLRAISSER ausblutet, wird klar, dass HELLBOUND – HELLRAISER II in Sachen Grausamkeiten keine Rückzieher macht. Das Gegenteil ist der Fall, denn hier wird noch mal richtig nachgelegt. Körper werden zerrissen, gefoltert, verformt oder anderweitig blutig zur Strecke gebracht. Aber nicht nur die Gore-Effekte sind hervorragend, sondern auch das gesamte Design. Neben den vier bekannten Cenobiten aus dem Erstling, bekommt man erneut einen hautlosen Frank und später einen zum Cenobiten umgewandelten Dr. Channard, der ziemlich ekelhaft aussieht und sich noch ekelhafter verhält. 

Sehr schön ist auch, dass Clare Higgins, Ashley Laurence, Sean Chapman und natürlich Doug Bradley in ihren Rollen zurückkehren. Erweitert wird die Besetzung mit Kenneth Cranham als Dr. Channard und Imogen Boorman als Tiffany. Auch Christopher Young durfte erneut den Score komponieren, der erneut hervorragend ist.  

HELLBOUND – HELLRAISER II ist ein äußerst blutiger und bizarrer Horrorfilm, der seinen Vorgänger ergänzt und einen noch tiefer in die Hölle der Lüste und Qualen vordringen lässt. 

(Bjoern Candidus)

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