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Saint, 2010 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

SAINT
(SINT, Niederlande, 2010, Regie: Dick Maas)

Alle 23 Jahre, wenn am 05. Dezember der Vollmond am Himmel steht, kehrt der Nikolaus nach Amsterdam zurück. Doch er bringt keine Geschenke vorbei, sondern er tötet Menschen, um Rache zu nehmen für seine Ermordung im 15. Jahrhundert, als er als gefallener Bischof mit seinen Anhängern raubend und mordend durch die Gegend zog. Nur einer ist darauf vorbereitet: der Polizist Goert Hoekstra, und den hält jeder für übergeschnappt. 

Während sich in Horrorfilmen wie STILLE NACHT – HORROR NACHT (1984) Psychopathen in Weihnachtsmannkostüme schmeißen, bevor sie eine blutige Spur hinter sich ziehen, bekommt man es in SAINT mit dem Nikolaus zu tun, und zwar höchstpersönlich. Und der ist weitaus weniger freundlich als gedacht.

Dick Maas (VERFLUCHTES AMSTERDAM, 1988) hat mit SAINT einen kleinen, bizarren Horrorfilm inszeniert, den er mal wieder in Amsterdam angesiedelt hat. Nach einer Rückblick-Sequenz ins 15. Jahrhundert, gleich zu Beginn, springt der Film schnell in die Jetztzeit, wo einem Maas ein verschneites Amsterdam im Dezember zeigt. Maas liefert einige durchaus atmosphärische und spannende Szenen, wenn er einen z.B. wieder mitnimmt in die nebeldurchzogenen Grachten von Amsterdam. Immer wieder kommt es zu gelungenen Attacken vom Nikolaus, der mit seinem Pferd über die Dächer der Stadt reitet und Menschen tötet. Und wenn er gerade nicht zugegen ist, übernimmt seine Untoten-Armee das Schlachten. Es gibt einige Gore-Sequenzen, die aber blitzschnell inszeniert wurden, um im Rahmen zu bleiben. Maas arbeitet auch mit einigen CGI-Effekten, die mich aber kaum gestört haben, da der ganze Film in einer sonderbaren Blase spielt. Auch an den Darstellern gibt es soweit nichts auszusetzen. In der Rolle des Nikolaus ist Huub Stapel zu sehen, den man Polizist Eric Visser aus VERFLUCHTES AMSTERDAM kennt. 

SAINT glänzt durch seine absurde Nikolaus-Geschichte, der im letzten Drittel etwas die Luft ausgeht. Freunde von Weihnachts-Horrorfilmen sollten hier auf jeden Fall einen Blick riskieren. 

(Bjoern Candidus)

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