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The Guest, 2014 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

THE GUEST
(USA, 2014, Regie: Adam Wingard)

Irgendwo in New Mexiko steht plötzlich der gutaussehende David vor der Haustür der Familie Peterson. Er behauptet, der Kamerad ihres im Krieg gefallen Sohns zu sein, der versprochen hat, dessen letzte Worte zu überbringen. Gerührt von dem Ereignis bieten sie David an, ein paar Nächte zu bleiben. David nimmt das Angebot an, was zu einem fatalen Fehler der Familie Peterson wird. 

Adam Wingards (YOU‘RE NEXT, 2011) THE GUEST startet als sehr atmosphärischer Film, der Fans der Halloween-Reihe sofort mit einer Kürbiskopf-Hommage (HALLOWEEN IV, 1988) begrüßt und damit gleich eine erste Spur legt. Der starke Score erinnert dabei an John Carpenter, aber mehr noch an die Retro-80er-Synthie-Sounds eines Lazerhawk oder Kavinsky. Die ganze Inszenierung fühlt sich nach 80er-Jahre-Kino an, ist aber in der Gegenwart angesiedelt, was z.B. Smartphones und Autos verraten. 

THE GUEST geht es ruhig an und baut anfängliche eine dichte Spannung auf. Doch man muss kein helles Köpfchen sein, um schnell zu merken, dass David etwas verbirgt und alles andere als gute Absichten mitbringt. Für die Familie Peterson beginnt eine Art schleichende Home Invasion, in der sie das Übel selbst aufgenommen haben. Was nun wirklich mit David los ist erfährt man dann im letzten Drittel. Bis dahin darf David (Dan Stevens) der Familie Peterson den Sunny Boy vorspielen oder Luke (Brendan Meyer), dem jüngsten Mitglied der Familie, zeigen, wie man Menschen zusammenschlägt. Und dann ist da noch Tochter Anna (Maika Monoroe), die die nötige Aufmerksamkeit bekommt, die man in solchen Filmen erwartet.

THE GUEST wurde rundum gut fotografiert, baut durch die Halloween-Dekorationen und dem Score und den zahlreichen Songs eine dichte Atmosphäre auf. Man erkennt durchaus Wingards Liebe für das 80er-Jahre-Kino. Doch leider bröckelt die Inszenierung etwas, wenn man Davids Hintergrund erfährt. Dann kommt es zu unpassenden Momenten, die die Glaubwürdigkeit des Ganzen etwas ankratzt, was sich bis ins Finale zieht. 

THE GUEST ist in großen Teilen ein spannender und gutaussehender Thriller mit einer ordentlichen Besetzung, der sich leider gegen Ende etwas verliert. 

(Bjoern Candidus)

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