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Devil Story, 1986 – ★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DEVIL STORY
(IL ÉTAIT UNE FOIS LE DIABLE, 
Frankreich, 1986, Regie: Bernard Launois)

Irgendwo an der französischen Küste hat ein Pärchen eine Autopanne. Doch dieses Problem stellt sich bald als kleinstes heraus, denn plötzlich tummeln sich zahlreiche Horrorgestalten in der Gegend herum, die den Tourist an den Kragen wollen.

Dass DEVIL STORY, der unter der Regie von Bernard Launois entstanden ist, damals nicht viel mehr als 2,50 Franc gekostet hat, ist nicht zu übersehen, doch dafür bekommt man hier einiges geboten. 

Wenn man ein Herz für C-Splatter-Horrorfilme hat, dürfte einen Launois Regiearbeit durchaus befriedigen. Gedreht wurde auf 16mm, was eine schöne Natürlichkeit mitbringt und weit entfernt ist von ähnlich gelagerten Filmen, die später auf Video gedreht wurden. In erster Linie ist man in der Natur unterwegs. Neben der Küste gibt es Felsen, Wiesen und Bäume zu sehen, vor der sich die sprunghafte und wirre Geschichte abspielt. Diese startet mit einem zombieartigen Mann mit Naziuniform, der sonderbare Schmatz- und Grunzlaute von sich gibt. Im weiteren Verlauf entsteigt eine Mumie aus einem Sarkophag, die eine untote Dame aus ihrem Grab entlässt, um gemeinsam mit ihr nach den Lebenden zu greifen. Als wirkliches Highlight stellt sich ein riesiges Schloss heraus, was man zumindest in der Nacht von außen als Drehort nutzen konnte. Hier baut Bernard Launois für kurze Zeit eine äußerst dichte Gothic-Horror-Atmosphäre auf, die leider sofort wieder im Keim erstickt wird, wenn sich die dümmlichen Figuren wieder in Gang setzen. Zwischendurch gibt es ein paar Friedhofsszenen, die etwas an die Filme von Jean Rollin erinnern. Immer wieder lässt sich Rollin hier erkennen, wenngleich sein Stil ein völlig anderer ist. Wenn es dann in Richtung Gore geht, hat sich Launois wohl mehr bei EVIL DEAD (1981) orientiert. Kehlen werden aufgeschnitten, Gedärme fallen aus Körpern und Blut spritz fleißig, um den Splatter-Fan der 80er-Jahre zu befriedigen. Die Effekte sehen mehr schlecht als recht aus, erfüllen aber ihren Zweck.

DEVIL STORY ist wahrlich kein guter Film, aber Launois hat ein Händchen zur Kreativität bewiesen und offensichtlich alles aus dem schmalen Budget herausgeholt. Für vernünftige Darsteller blieb allerdings kaum etwas übrig, und der Score ist auch mehr Folter als Wohltat. Dennoch kommt hier nur selten Langweile auf, und manches ist es so doof, dass man es sich mal angucken kann, vorausgesetzt, man steht auf C-Horrorfilme. 

(Bjoern Candidus)

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