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The Giant Spider Invasion, 1975 – ★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

ANGRIFF DER RIESENSPINNE
(THE GIGANT SPIDER INVASION, USA, 1975, Regie: Bill Rebane)

Über einer kleinen Stadt in Wisconsin stürzt ein Meteorit ab. In der Nähe der Absturzstelle findet ein Farmer auf seinem Ackerland einige Geoden. Er nimmt die kleinen Steinkugeln mit nach Hause und öffnet eine davon. Die Vogelspinne, die sich in der Geode befand, entdeckt der Farmer nicht, wohl aber die Diamanten. Die Spinne entkommt aus dem Haus und wird binnen kurzer Zeit immer größer und terrorisiert schließlich die kleine Stadt. Doch der NASA ist der Himmelskörper nicht entgangen, und Hilfe ist bereits unterwegs.

Bill Rebane (RANA, 1975) zeigt auch mit ANGRIFF DER RIESENSPINNE, dass er kein guter Regisseur war, aber offensichtlich enorm Spaß bei der Arbeit hatte. Hier hat er den Inavsionsfilm mit dem Tierhorror kombiniert und sich auf den Pfaden des 50er-Jahre-Monsterkino besonnen und quasi INVASION VOM MARS (1953) mit TARANTULA (1955) kombiniert. Vogelspinnen, die mit einem Meteoriten auf die Erde kommen und in Geoden wohnen, ist eigentlich schon grotesk genug, sollte man meinen, doch einer dieser Spinnen soll ja noch riesig werden, wenn sie aus ihrem steinernen Gefängnis befreit wird. Dass die Geoden auch noch voller Diamanten sind, wird für einen Handlungsstrang auch noch wichtig, der eigentlich völlig überflüssig ist. Aber irgendwie muss man die Zeit ja vollkriegen, und da kommen einem natürlich ein paar schlechte Schauspieler gerade recht, vor allem dann, wenn sie ihre Rolle besonders ernst nehmen. Doch der Star des Films hat acht Beine und besteht aus einem riesigen plüschbezogenen Spinnenmodell, was man teilweise auf einen VW-Käfer gesetzt hat, damit es sich fortbewegen kann. Die Beine wackeln dabei lediglich hin und her. Lustig sind auch die zwei weißen Halbkugelaugen, die nachts rot aufleuchten. Im Kontrast zum diesem Muppet-Show-artigen Auftreten, wirken die Fress-Szenen ungewöhnlich garstig. Wenn die Spinne jemanden in ihren Schlund (einfach ein Loch unter dem Kopf) zieht, wird es blutig, wenn ihre Zwangen zum Einsatz kommen. Auch die Leichen und die zerfetzten Rinderkadaver, die in der Landschaft verteilt wurden, haben etwas sehr grobes. Doch umso ernster hier alles versucht wird zu inszenieren, desto lächerlicher wird es, und Rebane kann nicht eine Sekunde irgendeine Qualität liefern. 

Schlechte Story, schlechte Effekte, schlechte Darsteller… Nichts, was funktionieren soll, funktioniert bei ANGRIFF DER RIESENSPINNE, aber Rebane liefert zumindest so viel unfreiwilligen Humor, dass man hier durchaus gut unterhalten werden kann. 

(Bjoern Candidus)

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