TWILIGHT
(THE SERVANTS OF TWILIGHT, USA, 1991, Regie: Jeffrey Obrow)
Eine Sekte erkennt in dem kleinen Joey die Wiedergeburt des Bösen auf Erden. Joeys Mutter Christine bricht mit ihrem Sohn zur Flucht an. Hilfe bekommen sie dabei von dem Privatdetektive Charlie Harrison, der die Gefahr unterschätzt, denn die Sekte geht mit allen Mitteln vor, um das Kind zu töten.
Jeffrey Obrow, der mit ANTHONY (1987) einen netten Monster-Horrorfilm kredenzt hat, hat sich hier an der Verfilmung von Dean R. Koontz Roman „The Servants of Twilight“ (dt. Titel: „Todesdämmerung“) versucht. Wie adäquat die Verfilmung in Bezug auf die Vorlage ist, kann ich leider nicht sagen.
Bei TWILIGHT handelt es sich um einen Sekten-Horror-Thriller, der ein wenig auf den Pfaden von DAS OMEN (1976) wandelt und auch ein bisschen an WARLOCK – SATANS SOHN (1989) erinnert. Auffällig ist die düstere Atmosphäre, die vor allem die erste Hälfte dominiert. Leider mangelt es hier an Schauwerten. Die die Inszenierung konzentriert sich stark auf die Story und die Figuren, woraus viele Gespräche hervorgehen, die mich irgendwann etwas gelangweilt haben. Wenn nicht geredet wird, sind Christine mit ihren Sohn Joey und ihrem Helfershelfer Charlie auf der Flucht vor der Sekte. Neben der Okkult-Thematik bekommt die Inszenierung so noch ein bisschen Roadmovie-Charakter, mit dem Regisseur Jeffrey Obrow allerdings nicht viel macht. Trotzdem ist Obrows Versuch, einen dichten Horror-Thriller zu inszenieren, stellenweise gelungen. Die zweite Hälfte ist dann auch etwas actionbetonter, wobei darunter auch etwas die Atmosphäre leidet. Auch die Besetzung ist durchaus solide. Belinda Bauer, Jerrett Lennon, Bruce Greenwood, Grace Zabriskie (darf mal wieder richtig fies sein) und Carel Struycken machen soweit einen guten Job.
Auch wenn TWILIGHT keine Highlights bietet und mit Längen zu kämpfen hat, wirkt sich die düstere Atmosphäre und die durchaus ansprechende Story positiv auf den Gesamteindruck aus.
(Bjoern Candidus)
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