CABIN FEVER: PATIENT ZERO
(USA, 2014, Regie: Kaare Andrews)
Während ein Mann namens Porter, der gegen das fleischfressende Virus immun ist und in einer abgelegenen Forschungsstation auf einer Insel untersucht wird, machen ein paar junge Leute Halt auf jener, um einen Junggesellenabschied zu feiern. Doch was als unbeschwerter Trip beginnt, endet in einem Desaster.
Fünf Jahre nach CABIN FEVER 2: SPRING FEVER sollte man mit dem Prequel CABIN FEVER: PATIENT ZERO die Vorgeschichte über den fleischfressenden Virus erfahren. Diesmal hat Regisseur Kaare Andrews die Sache in die Hand genommen, durch die leider kein guter Film entstanden ist.
Schnell fallen einem die sehr unsympathischen Figuren auf, die noch mal ätzender sind als im Originalfilm von 2002, und nichtmal Sean Astin bildet da eine Ausnahme. Anfänglich kann Andrews diesen Misstand noch durch das Insel-Setting ausgleichen, doch dann wurde ich zunehmend von der Wackelkamera genervt, die zusammen mit dem digitalen Look ein Bild des Grauens ergibt. Auch der Versuch, Spannung durch die Vorgeschichte zu erzeugen, nach der ich ohnehin nicht gefragt habe, misslingt vollends. Selbst die Gore-Effekte, die in beiden Vorgängerfilmen hervorragend funktioniert haben, gehen in CABIN FEVER: PATIENT ZERO weitesgehend unter. Alles wirkt öde und abgedroschen oder wird durch die nervenden und schlecht geschriebenen Figuren zum Fall gebracht. Das einzige Highlight ist ein Meeresgrund voller halbverwester Fischkadaver.
CABIN FEVER: PATIENT ZERO wirkt billig und völlig losgelöst von den beiden Vorgängern. Wer einen 08/15-Virus-Horrorfilm mit nettem Inselambiente sucht, kann hier gerade noch unterhalten werden.
(Bjoern Candidus)
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