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Death Walks at Midnight, 1972 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

THE DEATH WALKS AT MIDNIGHT (LA MORTE ACCAREZZA A MEZANOTTE, Italien, Spanien, 1972, Regie: Luciano Ercoli)

Valentina, ein Fotomodel aus Mailand, testet in ihrem Apartment unter Aufsicht eines Journalisten eine neue, halluzinogene Droge namens HDS. Im Rausch hat sie eine Vision von einem Mord. Sie erkennt dabei den Täter und das Opfer. Als sie sich an die Polizei wendet, glaubt man ihr nicht. Aber was sie gesehen hat, war alles andere als eine Einbildung. Sie schwebt in höchster Lebensgefahr, denn der Täter weiß von ihrem Wissen.

Mit FRAUEN BIS ZUM WAHNSINN GEQUÄLT (1970), THE DEATH WALKS ON HIGH HEELS (1971) und THE DEATH WALKS AT MIDNIGHT hat Regisseur Luciano Ercoli nicht nur drei Gialli in Folge gedreht, sondern auch gleich drei Mal Nieves Navarro und Simón Andreu besetzt, die wie immer beide überzeugen können. Außerdem wieder mit dabei: Carlo Gentili und Luciano Rossi. 

Von dem britischen Küstendorf aus THE DEATH WALKS ON HIGH HEELS geht es in THE DEATH WALKS AT MIDNIGHT zurück nach Italien, genauer nach Mailand. Ercoli liefert schöne Stadtansichten und hat sich offensichtlich an DAS FENSTER ZUM HOF (1954) orientiert, wenn es um die Beobachtung benachbarter Häuser durch Valentina (Nieves Navarro) geht. Wie auch seine beiden Vorgänger-Gialli ist auch THE DEATH WALKS AT MIDNIGHT sauber fotografiert und gehört rein visuell zur oberen Riege seines Faches. Auch auf der Spannungsebene gibt es ein paar gelungen Momente. Auf einen Whodunit-Plot muss man verzichten, denn am Anfang ist man so schlau wie Valentina und erkennt denn Killer, dennoch ist der Weg zur Aufklärung des Ganzen nicht uninteressant. Die Anzahl der Morde hält sich in Grenzen, aber wenn getötet wird, dann recht garstig. Die Tatwaffe, ein mit Metallspitzen besetzter Handschuh, kommt effektvoll zum Einsatz und sorgt für ein paar blutige Szenen. Nach Morricone und Cipriani durfte hier Gianni Ferrio einen schönen Score komponieren. 

THE DEATH WALKS AT MIDNIGHT ist ein ordentlicher Giallo, der zwar ein paar Längen aufweist, aber insgesamt sehr ansehnlich inszeniert wurde und etablierte Zutaten gut nutzt.

(Bjoern Candidus)

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