THE DEATH WALKS ON HIGH HEELS
LA MORTE CAMMINA CON I TACCHI ALTI, Italien, Spanien, GB, 1971, Regie: Luciano Ercoli)
Der Vater der schönen Nicole Rochard (Susan Scott) wird von einem maskierten Mann ermordet, der nach geklauten Diamanten sucht. Da er nicht fündig wird, erhofft er sich die Edelsteine bei Nicole zu finden, die fortan von ihm terrorisiert wird. In ihrer Not sucht sie Schutz bei ihrem Liebhaber, Dr. Robert Matthews, mit dem sie in ein englisches Küstendorf reist. Aber es kommt, wie es kommen muss: der Mörder ist ihr auf den Fersen.
Luciano Ercoli hat mit THE DEATH WALKS ON HIGH HEELS einen weiteren Giallo gedreht, der zwar nicht ganz die Stärke seines Vorgängers FRAUEN BIS ZUM WAHNSINN GEQUÄLT (1970) aufbringt, dennoch durch seine visuellen Reize und durch seine Darsteller überzeugen kann. Neben der grazilen Nieves Navarro sind Frank Wolff, Luciano Rossi und Simón Andreu dabei, mit denen sowieso nicht viel schief gehen kann.
Auch der Schauplatz, ein englisches Küstendorf, hat seine Reize und ist im Giallo selten anzutreffen. Leider krankt es THE DEATH WALKS ON HIGH HEELS manchmal an Spannung, und von einer innovativen Geschichte will natürlich nicht die Rede sein. Dafür streut Ercoli ein paar unangenehme Szenen mit rein, wie ein Eingriff an einem Auge, dem Spiel mit einem Rasiermesser am Schambereich einer Frau und das Aufschneiden einer weiblichen Brust. Auflockerung kommt mit dem Kommissar (Carlo Gentili) und seinem Helferlein, die ein wenig Humor streuen, den ich hier nicht gebraucht hätte.
THE DEATH WALKS ON HIGH HEELS ist ein handwerklich ordentlich gezimmerter Giallo mit guten Darstellern und einem schönen Score von Stelvio Cipriani. Der Mangel an Spannung und ein paar Längen lassen sich trotzdem nicht ausblenden.
(Bjoern Candidus)
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