KINDER DES TODES
(THE CHILDREN OF DEATH, USA, 1980, Regie: Max Kalmanowicz)
Durch ein Leck in einem Atomkraftwerk entweicht eine radioaktive Wolke, durch die ausgerechnet ein Schulbus mit Kindern aus einer Kleinstadt fährt. Diese verändern sich ad hoc und folgen einem Plan: die Vernichtung der Erwachsenen, besonders die der Eltern. Dies gelingt ihnen durch Handauflegen, was dafür sorgt, dass die Opfer verbrennen.
Max Kalmanowicz kombiniert Filme wie DAS DORF DER VERDAMMTEN (1960), DEVIL TIMES FIVE (1974) und EIN KIND ZU TÖTEN… (1976) mit dem Romero-Zombie und hat mit KINDER DES TODES einen kleinen Horrorfilm geschaffen, der durchaus sehenswert ist. Die ländliche Kulisse bietet nicht nur eine schöne Spielwiese, sondern auch eine, die an DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN (1968) erinnert, wo man wieder bei Romero ist. Zwar ist die ganze Story um die Untoten-Kinder mit ihren todbringenden Kräften reichlich irrsinnig, doch man gibt sein Bestes, um es hier ohne (bewusste) Albernheit zu verkaufen. Die Effekte sind keine Offenbarung, hinterlassen dennoch einen Unangenehmen Eindruck, vielleicht schon deshalb, weil Kinder Erwachsene töten, was nicht heißen soll, dass es umgekehrt nicht genauso unangenehm wäre. Dazu erinnert der deutliche 70er-Jahre-Anstrich an die goldenen Zeiten des Grindhouse-Kinos. Aber auch Slasher-Erinnerungen kommen auf, wenn sich Harry Manfredini bereits bei den ersten Tönen des Scores verrät. Von den den Kinder-Darstellern sollte man man nicht zu viel erwarten, aber sie erfüllen ihre Funktion. Etwas besser sieht es bei den Erwachsenen aus. Hier haben wir zum Beispiel Martin Shakar (INVASION USA, 1985), Gil Rogers (LUTHER THE GEEK, 1989), Gale Garnett (SCHÖNEN MUTTERTAG – DEIN GEORGE, 1973) und Peter Melony (THE THING, 1982).
KINDER DES TODES ist ein sehenswerter Böse-Kinder-Horrorfilm, der ziemlich unter dem Radar läuft, was er nicht verdient hat.
(Bjoern Candidus)
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