FORKE DES TODES
(THE PROWLER, USA, 1981, Regie: Joseph Zito)
Rosemary ist enttäuscht über ihren Freund, einem GI, der im Zweiten Weltkrieg gekämpft hat. Da sich ihr Freund auch nach einem Jahr nicht zurückgemeldet hat, vertröstet sie sich mit Roy. Als die College-Absolventen von Avalon Bay mit einigen Soldaten ihren Abschlussball veranstalten, nutzen Rosemary und Roy die Gelegenheit, im Gartenpavillon Zärtlichkeiten auszutauschen. Doch dann kehrt ihr Ex-Freund zurück, tötet das Liebespaar, lässt eine Rose zurück und verschwindet.
35 Jahre später. Das erste Mal nach dem damaligen Mord, bereitet man in Avalon Bay wieder einen Abschlussball vor. Ein fataler Fehler, denn das scheint den Killer von Rosemary und Roy zurückgebracht zu haben, und der schreitet mit Messer und Mistgabel tatkräftig ans Werk.
Joseph Zito (FREITAG DER 13. – DAS LETZTE KAPITEL, 1984) springt hier auf den Zug von Michael Myers und Pamela Voorhees auf und serviert einen handfesten Slasher. Wie bei FREITAG DER 13. (1980), MANIAC (1980) und BRENNENDE RACHE (1981) konnte auch hier wieder Tom Savini für die Effekte gewonnen werden, und der hat offensichtlich erneut großen Spaß bei der Arbeit gehabt. Menschen werden durchbohrt, aufgeschlitzt, ein Kopf explodiert… FORKE DES TODES gehört im Gore-Bereich ganz klar zu den härtesten Beiträgen des 80er-Jahre-Slasher-Kinos. Aber Zito liefert nicht nur Blut, sondern auch eine sehr dicht Atmosphäre, die im Zusammenspiel mit dem Score von Richard Einhorn für Spannung sorgt. Da die Story, nach der Rückblick-Szene, an nur einem Abend spielt, wirkt alles sehr kompakt und kurzweilig. Das kann prima über die Inhaltsleere hinwegtäuschen, die fast zum guten Ton solcher Produktionen gehört. Dass die Figuren keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, ist ebenfalls nicht selten. Dennoch hat man es mit Darstellern zu tun, die ihre stereotypen Figuren solide ausfüllen. Ein kleiner Star konnte mit Farley Granger (COCKTAIL FÜR EINE LEICHE, 1948) gewonnen werden, der hier die Rolle von Sheriff Fraser übernommen hat. Sehr gelungen ist das Erscheinungsbild des Killers, der sich vermummt und in einer Soldatenuniform mit Helm präsentiert. Dem Killer aus BLUTIGER VALENTINSTAG (1981) steht dieser hier in nichts nach.
FORKE DES TODES spielt nach den üblichen Slasher-Regeln, und das auf sehr prickelnde Art. Er dominiert mit Gewalt und einer finsteren Atmosphäre, aber er verzichtet auf ansprechende Figuren mit denen ich hätte mitfiebern können.
(Bjoern Candidus)
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