GRABMAL DES GRAUENS
(MAUSOLEUM, USA, 1983, Regie: Michael Dugan)
Auf Susan lastet ein alter Fluch, wie vorher auf ihrer Mutter. Ein Dämon hat von Susan Besitz ergriffen, der ihren Körper benutzt, um Opfer anzuziehen, denen er sein wahres Antlitz offenbart. Susans Ehemann Oliver und ihr Psychiater Dr. Simon Andrews nehmen den Kampf gegen den Dämonen auf.
Allzu viel Gutes kann ich über Michael Dugans Dämonen-Horrorfilm leider nicht sagen. Das kalifornische Setting mit Palmen auf dem Friedhof und das pink-grüne Dämonen-Licht im Mausoleum ist typisch 80er und hat mich anfänglich abgeholt. Ebenso ansehnlich sind sowohl die gut verteilten Gore-Effekte (eine Schädeldecke fliegt weg, Körper reißen auf, werden aufgespießt etc.) als auch das Dämonen-Latex-Kostüm mit Brüsten, die Gesichter haben. Hier hatte wieder John Carl Buechler (TROLL, 1986) die Hände im Spiel, und die sind meistens verlässlich. Doch leider sind das auch schon alle positiven Aspekte des Films.
Zwischen den kleinen ansehnlichen Momenten gibt es nämlich viel Leerlauf mit langweiligen Darstellern in einer Story, die bei mir so gar nicht zünden konnte, und ich mag Dämonen. Bobbie Bresee spielt die vom Dämonenfluch besessene Susan Walker Farrell, die, sobald sie in ihren Dämonenmodus schaltet, leuchtend grüne Augen bekommt, was ziemlich billig aussieht. Halbwegs überzeugend wird die Dämonin erst mit dem Latexkostüm. In dieser Form erinnert sie dann etwas an die Kreaturen aus THE BONEYARD (1991). Marjoe Gortner als als ihr Ehemann Oliver Farrell und Norman Burton als Dr. Simon Andrews laden nicht gerade zum mitfiebern ein. Zumindest ist positiv anzumerken, dass es sich hier nicht um einen Teenie-Horrorfilm handelt.
Leider kann GRABMAL DES GRAUENS die anfängliche Atmosphäre nicht halten und reduziert sich auf Gore- und Make-up-Effekte, statt eine spannende Geschichte zu erzählen.
(Bjoern Candidus)
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