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Damnation Alley, 1977 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

STRASSE DER VERDAMMNIS 
(DAMNATION ALLEY, USA, 1977, Regie: Jack Smight) 

Nachdem der 3. Weltkrieg, wie gedacht, ein Atomkrieg wurde, hat sich die Erdachse verschoben, die Temperatur stark höht und sich ionisierende Strahlungen und elektrische Stürme breitgemacht, die auf Mensch, Flora und Fauna wirken. Vier Soldaten der US-Air Force haben in einem Bunker überlebt und schlagen sich fortan mit dem Landmaster, einem gepanzerten, wasserdichten Gefährt mit 12 Rädern, durch die todbringende Wüste, die von riesigen Skorpionen bewohnt wird. Angetrieben werden sie von einem Funkspruch aus Albany, der die Hoffnung in ihnen erweckt, auf andere Überlebende zu stoßen. 

Das Science-Fiction-Kino der 70er-Jahre ist voll von Dystopien, und da bietet sich ein 3. Weltkrieg natürlich hervorragend an. Und so startet STRASSE DER VERDAMMNIS direkt mit einem Schlag ins Gesicht, wenn in einer Wüstenbasis der US-Air Force der Angriff mit zahlreichen Nuklearraketen gemeldet wird. Wer der Feind ist, ist klar, wird aber nicht erwähnt. Auf einem Radar sieht man die sich nähernden Raketen. Ein Abfangversucht glückt lediglich zu 40%, die anderen Raketen schlagen in den US-Großstädten ein und vernichten sie. Es folgen. Archiv-Aufnahmen von zahlreichen Atombombentests, die immer wieder schön anzusehen sind. 

Bis zu diesem Punkt könnte man glauben, ein finsteres, bedrückendes Endzeit-Drama würde folgen, aber STRASSE DER VERDAMMNIS verwandelt sich schnell in ein Abenteuer-Roadmovie mit Action, Monstern und Hinterwäldlern. Vermutlich dürfte auch das der Grund sein, warum Robert Zelazny, der die Roman-Vorlage geschrieben hat, sehr unzufrieden mit dem Ergebnis war. Inhaltlich gibt Jack Smights (DER TÄTOWIERTE, 1969) Adaption nicht viel her. Vier Männer folgen einem Funkspruch, treffen eine Frau und einen Jugendlichen und müssen sich Gefahren stellen. Wenn man aber die Inhaltsleere schnell schluckt, macht dieser Film Spaß und ist verdammt kurzweilig. Dazu werden wirklich tolle Spezial-Effekte geliefert. Besonders der Himmel, der sich durch die veränderte Atmosphäre in Gelb-Orange-Tönen zeigt, ist gut gemacht. Stürme und Wolkenformationen rundet das Gesamtbild ab. Rein visuell bekommt der Endzeit-Scifi-Fan wirklich was geboten. Auch die Besetzung kann sich durchaus sehen lassen. Jan-Michael Vincent, George Peppard, Paul Winfield und ein noch blutjunger Jackie Earle Haley sind u.a. an Bord. Abgerundet wird der Film mit einem Score von Jerry Goldsmith.  

STRASSE DER VERDAMMNIS ist inhaltsleer und unlogisch, aber bietet einiges fürs Auge und dürfte allen gefallen, die auf Endzeit-Abenteuer mit nuklearem Hintergrund stehen. 

(Bjoern Candidus)

←The Weapon, the Hour, the Motive, 1972 – ★★★★
Munchies, 1987 – ★★→

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