KILLER, ADIOS
(WINCHESTER, UNO ENTRE MIL, Italien, Spanien, 1968, Regie: Primo Zeglio)
Nachdem Jess Bryan den Berüchtigten Banditen Gaspar erschossen hat, legt ihm Sheriff Simpson nahe, für eine Weile die Stadt zu verlassen, da er in Gefahr lebt. Er folgt dem Befehl und arbeitet für ein paar Jahre als Hilfssheriff. Dann kommt Jess Bryan zurück in seine Heimatstadt, wo es Sheriff Simpson mit einer Mordserie zu tun hat, deren Tatwaffe stets eine Winchester ist. Man ernennt Bryan zum Hilfssheriff. Das schmeckt dem Killer gar nicht und verübt promt eine Attentat auf Bryan, was der gewiefte Revolverheld natürlich überlebt. Zwei Tatverdächtige stehen zur Auswahl, doch es mangelt an Beweisen. Dann geschieht ein weiterer Mord.
Wie schon Alfonso Brescia Peter Lee Lawrence mit TÖTE ODER STIRB (1967) in einen Italowestern-Krimi geschickt hat, so folgt auch Primo Zeglio (PERRY RHODAN SOS AUS DEM WELTALL, 1967) dieser Genre-Kombination und schickt ebenfalls Lawrence ins Rennen. Und selbst Nello Pazzafini ist in beiden Filmen dabei und hat hier sogar eine größere Rolle als Jack Bradshaw, einem der Verdächtigen. Mit dem äußerst smarten Peter Lee Lawrence liegt auch Zeglio goldrichtig. Lawrence sieht gut aus (abgesehen vom Make-up), kleidet sich stilvoll und fungiert nicht nur als schneller Schütze, sondern auch als Profiler, wenn er den Tatvorgang und die Tatwaffe analysiert. Des weiteren sind noch zahlreiche gute Bekannte aus dem italienischen und spanischen Kino an Bord, wie Victor Israel, Rosalba Neri, Armando Calvo, Luis Induni, José Canalejas und Luis Barboo.
Die Besetzung stimmt also schon mal. Aber auch die Kulissen, die Ausstattung und Kostüme können überzeugen und ergeben einen durch und durch wertigen Film. Hinter der Kamera stand Julio Ortas, der ansprechende Bilder fotografiert hat. Besonders die Naturkulisse kann überzeugen und wechselt sich ab zwischen waldigen, staubigen und felsigen Abschnitten. Etwas unterdrückt scheint der Score von Claudio Tallino, der zwar qualitativ klingt, aber bei mir keine große Wirkung erzielen konnte.
Die Kombination aus Whodunit-Krimi und Western funktioniert bei KILLER, ADIOS sehr gut. Zeglio liefert fähige Darsteller in einer durchaus spannenden Geschichte, die mit einem tollen Finale gekrönt wird.
(Bjoern Candidus)
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