DER RUF DER BLONDEN GÖTTIN
(Schweiz, 1977, Regie: Jess Franco)
Bunte Farben, Buschtrommeln, Strand und Palmen, Buschtrommeln, nacktes Fleisch, Buschtrommeln, Soft-Sex, Buschtrommeln, Voodoo-Puppen und ganz viele Buschtrommeln warten in diesem Jess Franco Film auf den geneigten Zuschauer.
DER RUF DER BLONDEN GÖTTIN ist ein weiterer Beitrag aus dem Film-Zyklus von Jess Franco und dem Schweizer Produzenten Erwin C. Dietrich. Die wirre Story über einen Konsul, seiner Frau und diversen Damen, die vor allem Sex erwarten, wird gewürzt mit Voodoo-Klimbim und den ewigen Klängen von Buschtrommeln, die ich sogar gehört habe, wenn sie gerade mal pausierten.
Auf rein visueller Ebene kann ich Franco hier gar nicht so viel vorwerfen. Die Aufnahmen in Lissabon, Portugal, werden als Haiti verkauft, was meistens ganz gut funktioniert, besonders mit dem Fremdmaterial was man hin und wieder reingeschnitten hat. Dass es sich nicht um Haiti handelt, verrät die Vegetation dann doch mehr als einmal, wenn man sich auf die Hintergründe konzentriert, und dazu hat man hier durchaus Zeit, da auf Handlungsebene eigentlich nichts passiert.
Die mit Sex, Alkohol und Nikotin geschwängerte Atmosphäre sorgt zwar für Urlaubsstimmung, doch unter dem Strich ist DER RUF DER BLONDEN GÖTTIN nur Franco-Allessehern und Freunden von Buschtrommeln zu empfehlen.
(Bjoern Candidus)
Schreibe einen Kommentar