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Henry: Portrait of a Serial Killer, Part 2, 1996 – ★★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

HENRY – PORTRAIT OF A SERIAL KILLER 2
(HENRY:PORTRAIT OF A SERIAL KILLER – PART 2, USA, 1996, Regie: Chuck Parello)

Nachdem Henry seinen Kumpel Otis und seine Schwester Becky getötet hat, verlässt er die Stadt, um sich in einem Provinznest einen neuen Job zu suchen. Er hat Glück, denn Rooter, der einen Verleih für mobile Toilettenkabinen hat, sucht gerade tatkräftige Unterstützung.
Unterschlupf findet er bei Kai und Cricket, die ebenfalls für Rooter arbeiten. Doch es dauert nicht lange, bis Henry sein neues Leben aufgibt und erneut zum morden anfängt.

Chuck Parello (ED GEIN, 2000) serviert hier quasi eine direkte Fortsetzung zu John McNaughtons HENRY:PORTRAIT OF A SERIAL KILLER (1986), der auf dem wahren Fall des Serienmörders Henry Lee Lucas basiert. Wie McNaughton bleibt auch Parello dicht an Henry dran, um ihn bei seinen barbarischen Taten zu porträtieren. Auch wenn Michael Rooker als Henry ein bisschen mehr Tiefe und mehr Charakter hatte, kann sich die Darstellung von Neil Giuntoli (DIE VERURTEILTEN, 1994) als Henry durchaus sehen lassen. Die beiden haben sogar eine gewisse Ähnlichkeit und verstehen es beide, extrem gefühlskalt zu wirken. Gefühlskälte setzt man auch voraus, wenn es um das kaltblütige, grundlose Töten geht, was hier von statten geht. 

Der Film startet direkt mit ein paar Impressionen von Henrys letzten Opfern, bevor es mit Henry in eine karge Kleinstadt geht, in der er einen Job bei Rooter, einem ziemlich widerlichen Kerl, bekommt. Widerlich ist hier jeder, auch der Otis-Ersatz Kai (Rich Komenich) und seine Freundin Cricket (Kate Walsh), die in einer kleinen Absteige wohnen, in der sie auch Henry wohnen lassen. Und während Henry anfangs offensichtlich nur Geld verdienen will, gerät er schnell in alte Muster zurück, und stiftet auch noch Kai zum Morden an. 

Menschen werden erschossen, abgestochen, geköpft und erstickt, was hier recht realistisch inszeniert wurde. Die bestialische Art seines Vorgängers wird hier nahezu erreicht. Die ganze Atmosphäre ist unangenehm und aufgeladen von den zutiefst zerstörerischen Figuren. Auch rein visuell kann man den Film als Fortsetzung annehmen. Nach Mitte 90er-Jahre sieht das Ganze nämlich nicht aus. 

Auch wenn HENRY – PORTRAIT OF A SERIAL KILLER 2 im Grunde eine überflüssige Fortsetzung ist, hat es Chuck Parello sehr gut verstanden, den brachialen Vorgänger würdevoll zu ergänzen. 

(Bjoern Candidus)

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