DER SATAN
(SWEET SAVIOR, USA, 1971, Regie: Robert L. Roberts)
Anfang der 70er-Jahre entstanden einige Filme, die den Fall um den rassistischen Sektenführer Charles Manson und seinen Jüngern zum Thema hatten. Auf den Zug sprang auch Robert L. Roberts auf.
Sex, Drogen, Mord und Sekten-Spinner stehen hier auf dem Plan, der mehr schlecht als recht umgesetzt wurde. Die Inszenierung ist lange Zeit zäh wie Gummi. Spannung und handwerkliches Geschick ist Mangelware. Es passiert lange Zeit immer wieder das Gleiche. Manson, der hier Moon heißt, gibt ständig sein Geschwätz zum Besten und lullt seine Schäfchen ein. Dabei geht man kaum bis gar nicht auf Mansons rassistische Einstellung ein, sondern konzentriert sich eher auf sein Bibelgesülze. Die Darsteller sind soweit okay. Moon wird von Troy Donahue verkörpert, und TROMA-Chef Lloyd Kaufman hat einen kurzen Auftritt, der hier auch als Produktionsmanager zuständig war. Ansonsten war mir der Cast unbekannt. Um das Lebensgefühl jener Tage noch mehr zu unterstreichen, wird die Inszenierung von Hippie-Songs untermalt.
DER SATAN ist eine ziemlich langatmige Exploitation-True-Crime-Veranstaltung, die lediglich aus historischer Sicht ein klein wenig interessant ist.
(Bjoern Candidus)
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