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Gate II, 1990 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

GATE 2 – DAS TOR ZUR HÖLLE
(THE GATE II: TRESPASSERS, Kanada, 1990, Regie: Tibor Takács)

Während Glen mit seinen Eltern weggezogen ist, wohnt Terry noch immer gegenüber des Hauses seines Freundes, in dem er gemeinsam mit ihm gegen die Mächte der Finsternis gekämpft hat. Die Erlebnisse haben Terry sehr geprägt, der mittlerweile zu einer Art Okkult-Nerd geworden ist und die Mächte des Bösen beschwört, um sich ihrer habhaft zu machen. Spontane Hilfe bekommt er dabei von drei Jugendlichen. Sie öffnen das Tor zur Hölle, durch das ein dämonischer Minion entkommt, bevor das Tor wieder geschlossen werden kann. Einer der Teenager erschießt die kleine Kreatur, die Terry daraufhin in einem Glas aufbewahrt. Doch so tot wie der Minion scheint, ist er nicht, und neues Unheil bahnt sich an. 

Tibor Takács Fortsetzung zu GATE – DIE UNTERIRDISCHEN (1987) startet vielversprechend. Das tragische Leben von Terry, der erneut von Louis Tripp verkörpert wird, wird weitererzählt. Wie man im 1. Teil erfahren hat, ist seine Mutter gestorben, was sich im 2. Teil zu einem Alkoholproblem des Vaters entwickelt, was Terry dazu antreibt, zu flüchten und sich dem Dämonischen hinzugeben. Keine schlechte Prämisse für einen Horrorfilm, aber auch keine untypische. 

In der ersten halben Stunde geht das Konzept ganz gut auf, und auch wenn auch wenn die Magie des Vorgängers ein wenig verflogen ist, kann Takács eine ähnliche Atmosphäre aufbauen, doch die bröckelt leider immer mehr weg. Auch GATE 2 bietet ein paar skurrile Momente und kann durchaus ein paar ansehnliche Effekte aufweisen, doch bedenkt man das verdreifache Budget gegenüber des Vorgängers, darf man sich schon fragen, wo das Geld hin geflossen ist. Aus vielen Minions wird zum Beispiel nur einer und von einem großen Monster, wie man es 1987 noch bekommen hat, kann man hier nur träumen. Gegen Ende wird zwar ein Monster geliefert, doch das hinterlässt leider keinen guten Eindruck. Ganz nett ist der Übergang in die andere Dimension, die sich als karge Wüstenlandschaft mit Felsformationen präsentiert. Überhaupt ist die GATE 2 etwas mehr in Bewegung was die Schauplätze angeht. Mal ist man im Haus von Terry und seinem Vater, mal im verlassen Haus von Glen; mal geht man essen oder ist mit Auto unterwegs oder wechselt die Dimension. 

Die sympathischen Figuren, die GATE so liebenswert machte, sind hier nur noch in Terry und seiner Freundin Liz (Pamela Adlon) zu finden, dafür sind mit John (James Villemaire) und Moe (Simon Reynolds) zwei ätzende Idioten an Bord, die mit ein Grund sind, warum GATE 2 schnell nachlässt, gut zu unterhalten. 

GATE 2 – DAS TOR ZUR HÖLLE kann die Stärken seines Vorgängers leider nicht ganz aufbringen. Der Film ist spannungsarm, die Effekte solide, aber auch grober und sehr viel weniger phantasievoll. Kurzweilig ist das Ganze dennoch. 

(Bjoern Candidus)

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