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Blue Angel Cafe, 1989 – ★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

BLUE ANGEL CAFE
(Italien, 1989, Regie: Joe D‘Amato)

Raymond, ein aufstrebender Politiker, verliebt sich in die schöne Nachtclubsängerin Angie, was dazu führt, dass die Ehe zu seiner Frau Kate zerbricht. Daraus entwickelt sich ein Skandal, der Raymonds politische Karriere zerstört und ihn bald zu einem verschuldeten Mann macht, schließlich leben er und Angie auf großem Fuß. Frau weg, Job weg, Geld weg, und zwischen ihm und Angie kommt es zu Problemen, als sie versucht, ihn finanziell zu unterstützen, indem sie wieder in alte Nachtclub-Gefilde zurückkehrt.

Mit BLUE ANGEL CAFE hat Joe D‘Amato ein ziemlich langweiliges Liebes-Drama gezimmert, was in der New Yorker High Society angesiedelt ist. Produziert wurde der Film erneut von D‘Amatos Filmklitsche Filmirage, bei der es stets auf und ab ging. In den Nachtclub-Szenen, wenn Angie ihre Liedchen trällert, zeigt D‘Amato noch sein Können in Sachen Kamera-Arbeit, doch wenn es in langweilige Büros oder hässliche Luxusapartments geht, macht sich eine unglaubliche Ödnis breit. Diese wird von dem einlullenden Score von Luigi Ceccarelli zusätzlich befeuert. So können nur Liebes-Dramen oder Sexfilme klingen. 

Visuell konnte mich D‘Amato hier mal nicht abholen, und wenn man viele seiner Filme kennt, weiß man, dass er ein guter Kameramann war. Aber die langweiligen Sets sprechen wenigstens die gleiche Sprache wie die langweile Story um Liebe, Eifersucht, Macht, Reichtum und Sex. Das ganze könnte auch ein Handlungsstrang von DER DENVER-CLAN (1981-1989) sein. Tara Buckman bringt als Angie noch einen Funken Charisma in BLUE ANGEL CAFE, aber Richard Brown als Raymond Derek und der Rest vom Schützenfest sind so spannend wie ein warmes Glas Wasser. Da helfen auch keine Softsex-Einlagen, um es irgendwie lodern zu lassen.  

Wer sich einen Überblick über die Facetten von Joe D‘Amatos Filmografie verschaffen möchte, sollte durchaus einen Blick in BLUE ANGEL CAFE werfen, doch gute Unterhaltung ist hier nicht zu finden. 

(Bjoern Candidus)

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