SAMEN DES BÖSEN
(INSEMINOID, GB, 1981, Regie: Norman J. Warren)
Bei der Erkundung eines fremden Planeten wird eine Astronautin von einem außerirdischen Wesen vergewaltigt und befruchtet. In ihr wachsen nicht nur zwei fremde Kreaturen, sie wird auch aggressiv und greift ihr Team an. Als es zur Geburt kommt, eskaliert die Situation vollends.
Auch wenn sich Norman J. Warrens (TERROR, 1978) Antwort auf ALIEN (1979) nicht gerade mit Innovationen schmückt, ist ihm ein sehr ansehnlicher Alien-Horror-Scifi-Film gelungen. Das schmale Budget wurde gut verteilt, und gerade visuell braucht sich SAMEN DES BÖSEN nicht verstecken und schlägt in eine ähnliche Kerbe wie ASTARON – BRUT DES SCHRECKENS (1980), ALIEN – DIE SAAT DES GRAUENS KEHRT ZURÜCK (1980) oder den Corman-Produktionen PLANET DES SCHRECKENS (1981) oder MUTANT – DAS GRAUEN AUS DEM ALL (1982).
Die Darsteller (u.a. Victoria Tennant und Stephanie Beacham) sind allesamt kein Gold und die Figuren, die sie verkörpern haben nur wenig bis gar keine Tiefe. Ihre Funktionen erfüllen sie dennoch ausreichend genug. SAMEN DES BÖSEN dürfte einen in erster Linie durch seine visuellen Reize befriedigen. Der fremde Planet wird durch Felsmassive mit Tunnelsystemen präsentiert, während ein Rotfilter bei der Planetenoberfläche zum Einsatz kommt. Gedreht wurde in einer Höhle in England, sowie auf Malta. Über allem thront aber die wirklich dichte, manchmal rauschartige Atmosphäre, die von dem spacigen Score von John Scott unterstützt wird. Sehr gelungen ist auch das Set-Design und die gesamte Ausstattung. Garniert wird das Ganze mit ein paar ruppigen Gore-Effekten und einer extraterrestrischen Vergewaltigung, die einer minutenlangen Geburt einhergeht, die garstiger ist, als das, was sie gebiert.
SAMEN DES BÖSEN ist ein B-Film durch und durch, der leider nur wenig Spannung bietet, aber selten langweilig ist. Die wenigen über den Film verteilten Schauwerte werden zumindest kontinuierlich durch eine dichte Atmosphäre zusammengehalten.
(Bjoern Candidus)
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