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Night School, 1981 – ★★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

TERROR EYES – DER FRAUENKÖPFER
(NIGHT SCHOOL, USA, 1981, Regie: Ken Hughes)

In Boston ereignet sich eine Reihe brutaler Frauenmorde. Der Killer scheidet den Frauen stets die Köpfe ab, die er aber am Tatort zurücklässt. Detective Judd Austin ermittelt in dem Fall, der ihn schnell in das Umfeld des Anthropologie-Professors Millett führt, aus dem die Opfer stammen. 

TERROR EYES – DER FRAUENKÖPFER ist ein durchaus interessanter Beitrag, der mitten auf der Slasher-Welle entstanden ist, aber sich vielmehr wie ein waschechter Giallo anfühlt. Regie führte Ken Hughes (CASINO ROYALE, 1967), wobei ursprünglich Alfred Sole vorgesehen war. 

TERROR EYES ist in Boston angesiedelt, wo er auch gedreht wurde. Allein das Großstadt-Setting bewegt die Inszenierung weg vom herkömmlichen Slasher, und der Killer, der in einer schwarzen Motorradlederkluft gehüllt ist und seine Identität unter einem passenden Helm verbirgt, weckt Erinnerungen an italienische Thriller, wie DER TOD TÄGT SCHWARZES LEDER (1974) und NACKT FÜR DEN KILLER (1975). Der ganze Aufbau der Story, die Figuren und die kreativen Morde (z.B. eine Enthauptung auf einem Karussell) hätten genauso gut aus Italien stammen können. 

Zudem wurde TERROR EYES ordentlich fotografiert und bewegt sich angenehm von Schauplatz zu Schauplatz, um nie zu langweilen. Das tut er ohnehin nicht, denn die Figuren sind durchaus interessant gezeichnet und gut besetzt. Mit Leonard Mann als Detektive Judd Austin gibt es dann sogar eine handfeste italienische Verbindung. Der gebürtige Amerikaner ist nämlich im Italo-Western großgeworden und stand neben Leuten wie George Eastman, Woody Strode und Ivan Rassimov. Er bliebt den Italienern treu, bis er in den 80er-Jahren auch diverse Rollen in US-Produktionen annahm. Drew Snyder ist als Professor der Anthropologie dabei, während Rachel Ward seine Assistentin Eleanor verkörpert. Insgesamt ist TERROR EYES gut besetzt und bewegt sich fernab von der schreienden Teenie-Welt jener Tage. Stattdessen bekommt man zwei Lesben serviert, die im damaligen US-Kino auch nicht häufig vorkamen. Brad Fiedel, der die besten Zeiten noch vor sich hatte, sorgt für einen durchaus soliden Score. 

TERROR EYES – DER FRAUENKÖPFER ist ein spannender Großstadt-Slasher-Thriller, der sich angenehm untypisch verhält und mit einem erstaunlichen Ende aufwartet. 

(Bjoern Candidus)

←Dumplings, 2004 – ★★★½
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