ROBO VAMPIRE
(Hongkong, USA, 1988, Regie: Godfrey Ho)
Tom Wilde, ein Agent im Kampf gegen Drogen, wird bei einem Einsatz schwer verletzt. Man kann sein Leben retten, aber er ist nicht mehr der, der er mal war. Als halber Cyborg bekommt er den Auftrag, den Drogenboss Mr. Young auszuschalten, der eine Armee hüpfender Vampire um sich scharrt.
Godfrey Ho hat mit ROBO VAMPIRE einen wilden Mix aus Kung Fu-, Action-, Cyborg- und Vampirfilm gezimmert, der zu keiner Sekunde stillsteht. Das groteske Kasperltheater beginnt schon in den ersten Minuten und zeigt, was man hier bis zum Schluss erwarten darf: Irrsinn, schlecht gemachter, aber unterhaltsamer Irrsinn, der in alle Richtungen springt.
Man kann ROBO VAMPIRE in Sachen Qualität und Umsetzung viel vorwerfen, aber eine Sache ganz sicher nicht: ein Mangel an Action und höchst bizarren Ideen. Als wäre ein billiger Robocop mit Silberanzug und einer Geräuschkulisse, von der ich heute Nacht sicher träumen werde, nicht schon genug, wird man hier noch mit hüpfenden Vampiren beglückt, die eher nach gut gelaunten Zombies aussehen. Nebenbei gibt es noch eine dümmliche Drogenbande und eine Kreatur mit Affenkopf. Spannung sollte man hingegen nicht erwarten, aber dafür bekommt man viel drittklassige Action und Gewalt vor einer kunterbunten Kulisse, die für etwas Atmosphäre sorgt.
ROBO VAMPIRE ist ein unfassbar bodenloser Irrsinn, der durchaus das Potential hat, einem gehörig auf den Sack zu gehen. Wer aber Glück hat, wird wunderbar unterhalten.
(Bjoern Candidus)
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