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Five Bloody Graves, 1969 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

5 BLUTIGE GRÄBER
(FIVE BLOODY GRAVES, USA, 1969, Al Adamson)

Ben Thompson will Rache nehmen und Santago, einen Yaqui-Indianer, töten, der seine Frau ermordet hat. Es kommt zu blutigen Konflikten, bei denen auch Bens Gefährten gefordert werden, die er auf seinem Rachefeldzug kennenlernt.

Bevor verrückte Wissenschaftler, Biker und Vampire aus dem Hause von Al Adamson ins Kino geliefert wurden, durften bereits Cowboys und Indianer aufmarschieren, wenn auch mit Verspätung. Der Film wurde schon 1966 gedreht, aber erst 1969 veröffentlicht.

Die simple Rache-Geschichte mit reingemengtem Liebesdrama (ohne spürbaren Tiefgang) ist zu verzeihen. Es braucht nicht zwangsläufig Inhalt, wenn die Form stimmt. Auf visueller Ebene wird hier richtig was geliefert. Kameramann Vilmos Zsigmond (DIE UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER 3. ART, 1977 / DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN, 1978) hat sehr eindrücklich die wunderschöne Felslandschaft von Utha eingefangen, die der wahre Star des Films ist und die Stimmung hebt. Die Figuren hinterlassen hingegen nicht den größten Eindruck, vor allem Robert Dix als von Rache getriebener Ben Thompson bleibt steif und uninteressant. Eigentlich schade, weil er hier als Story- und Drehbuchautor fungierte, zudem als Ko-Produzent. Nicht viel interessanter sind auch Scott Bradley, Jim Davis oder die Damen Paula Raymond und Darlene Lucht. Eine ziemlich gute Figur macht hingegen John Carradine als Priester Boone Hawkins, der auch mörderisch zur Tat schreitet, wenn es nötig ist. Den eindrucksvollsten Part hat John ‚Bud‘ Cardos, der Regisseur von MÖRDERSPINNEN (1977), als Häuptling Santago. Er ist auch der ausführende Produzent des Films. Nicht zu vergessen: die Stimme vom Tod, die man am Anfang und Ende hört und im Original von Gene Raymond gesprochen wurde. Eine schöne Idee. Der Tod ist jedenfalls allgegenwärtig; es wird viel gestorben. Kugeln und Pfeile fliegen durch die Luft, und Adamson nimmt sich nicht zurück in Sachen Gewalt gegen Frauen. Der Score ist eine wilde, nicht immer passende Mischung aus Psychedelic-Rock, Big Band und klassischen Spannungsmotiven, die vermutlich einem Archiv entnommen wurde.

5 BLUTIGE GRÄBER ist ein kurzweiliger, teils grober B-Western vor einer umwerfenden Naturkulisse, die den Mangel an spannenden Figuren gut kaschiert.

(Bjoern Candidus)

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