DIE LEGENDE VOM WERWOLF
(LEGEND OF THE WEREWOLF, GB, 1975, Regie: Freddie Francis)
Ein Kind wird von Wölfen großgezogen und gerät in die Fänge des Wanderzirkus von Maestro Pamponi. Als Etoile erwachsen wird, arbeitet er in einem Pariser Zoo, wo er nicht nur die Liebe für eine Frau entdeckt, sondern auch seine haarige Seite. In Vollmondnächten verwandelt er sich in einen Werwolf.
Als Kameramann hoch angesehen, als Regisseur im Horror- und Thriller-Metier geschätzt, serviert Freddie Francis hier einen Werwolf-Horrorfilm.
Beim Werwolf-Design hat man sich offensichtlich an DER FLUCH VON SINESTRO (1961) orientiert, also keine schlechte Idee. Da die Hammer-Studios die Werwolf-Thematik sowieso nur einmal anrührten, ist es lobenswert, dass sich Tyburn (das Studio von Kevin Francis, dem Sohn von Freddie) dieser noch mal annahm. Dennoch ist ein etwas sauerstoffarm inszenierter Horrorfilm dabei entstanden, der sich aber durch sein solides Handwerk und der passenden Besetzung mit Peter Cushing (stets verlässlich), Hugh Griffith, Ron Moody, Roy Castle und David Rintoul über Wasser halten kann. Die Dorf-Sets und die Ausstattung sind charmant und sorgen für die nötige Atmosphäre.
Auch die Verknüpfung der Wolfsjungen- und Werwolf-Thematik weiß zu gefallen.
Um ein bisschen mehr Drama einzubauen gibt es noch eine Liebesgeschichte.
Trotz solider Arbeit in eigentlich allen Bereichen konnte mich DIE LEGENDE VOM WERWOLF nicht so richtig mitreißen. Freunde des britischen Horror-Kinos sollten trotzdem einen Blick riskieren.
(Bjoern Candidus)
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