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Strange Behavior, 1981 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DIE EXPERIMENTE DES DR. S
(STRANGE BEHAVIOR, Australien, Neuseeland, 1981, Regie: Michael Laughlin)

Eine Mordserie versetzt eine Kleinstadt in Angst. Bisher gehen vier Opfer auf das Konto eines Mannes, der offensichtlich den Verstand verloren hat. Inspektor Brady nimmt sich dem Fall an, der ihn in ein psychiatrisches Institut führt, in dem Dr. Le Sange Experimente an Freiwilligen durchführt.

Was bereits in der Eröffnungs-Szene klar wird: Michael Laughlin (DAS GEHEIMNIS VON CENTERVILLE, 1983) hat ein Händchen für Spannung, was er auch im späteren Verlauf des Films immer wieder beweist. Nach dem Auftakt setzt sich die Inszenierung und nimmt sich Zeit, bevor sie sich langsam immer mehr verdichtet. Australische oder neuseeländische Filme sehen oft us-amerikanisch aus, sind aber oft sehr viel ruhiger, entspannter und bodenständiger inszeniert, als US-Filme, und so ist das hier auch. Man lernt die Figuren und ihren Kleinstadt-Kosmos kennen, was nicht selten Erinnerungen an vertraute Filme auf den Plan ruft. Gerade HALLOWEEN (1978) wird nicht nur einmal zitiert. Sowieso prallen Elemente des Slasher- und des Mad Scientist – Films aufeinander, was sehr gut harmoniert. Die Inszenierung ist durchweg hochwertig in Szene gesetzt, toll fotografiert und mit verspielten Kamerafahrten garniert. Die ohnehin finstere Atmosphäre wird zusätzlich durch den Soundtrack von TANGERINE DREAM unterstützt, die erneut ihr Können hören lassen. Recht hart sind die wohldosierten Gore-Effkte. Blut wird gepinkelt, Menschen werden zersägt oder legen ein autoaggressives Verhalten an den Tag. Die Darsteller sind insgesamt brauchbar und teilweise keine Fremden, z.B. ist Louise Fletcher (EINER FLOG ÜBER DAS KUCKUCKSNEST, 1975) und Michael Murphy (PHASE IV, 1974) dabei.

Wenn ich an DIE EXPERIMENTE DES DR. S etwas zu bemängeln habe, ist es die Laufzeit von gut 100 Minuten. Ein paar Längen sind durchaus zu finden, schmälern aber den positiven Gesamteindruck nicht. Slasher- und Mad Scientist-Freunde oder Leute, die mit BLUE SUNSHINE (1978), COMA (1978) oder dem Kino von David Cronenberg und John Carpenter etwas anfangen können, sollten hier einschalten.

(Bjoern Candidus)

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