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Dr. Cyclops, 1940 – ★★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

DOKTOR ZYKLOP
(DR. CYLOPS, USA, 1940, Regie: Ernest B. Schoedsack)

Dr. Bullfinch und sein Team wird beauftragt, im peruanischen Regenwald Dr. Thorkel aufzusuchen, der dort seine Experimente durchführt. Thorkel empfängt die Gruppe freundlich. Doch Torkel ist getrieben von seinem Forschungsdrang. Er versucht mittels radioaktiver Strahlen die Größe von Mensch und Tier zu beeinflussen. Als ihm dies mit einem Pferd gelingt, geht er gleich einen Schritt weiter und benutzt seine Gäste, um sie zu schrumpfen.

Dieser sehr frühe Technicolor-Film von Ernest B. Schoedsack ist ein sehr ansehnlicher Hybrid aus Abenteuer- und Science-Fiktion-Film. Bereits hier begegnet man einem Mad Scientist, der mit radioaktivem Material (Radium) hantiert, um die Welt zu verändern. Aber nicht nur dieses sehr beliebte Thema wird aufgegriffen, sondern auch das Thema „Schrumpfen“. Der bekannteste Vertreter dieser Thematik dürfte Jack Arnolds Klassiker DIE UNGLAUBLICHE GESCHICHTE DES MR. C (1957) sein, aber auch Richard Fleischer griff das Thema für DIE PHANTASTISCHE REISE (1966) auf, der ebenfalls ganz wunderbar ist. Die Effekte in DOKTOR ZYKLOP sind für ihre Zeit wirklich hervorragend, besonders die Schrumpf-Effekte, die 17 Jahre später bei Jack Arnold nicht wesentlich besser aussahen. Hier hat man gelungene Bauten, die die Menschen im Film klein erscheinen lassen, und ganz toll ist auch das Miniatur-Pferd. In diesen über 80 Jahre alten analogen Effekten ist mehr Liebe, Können und Charme drin zu erkennen, als in vielen, der oft völlig überflüssigen CGI-Effekte heutiger Tage. Sehr schön anzuschauen sind zudem die Dschungelkulissen und Matte Paintings, die den Abenteuer-Aspekt deutlich unterstreichen. Durch die Technicolorfarben wird eine sonderbare Atmosphäre erzeugt, und besonders das grüne Licht im Labor des Doktors ist wundervoll. Durch die visuelle Schönheit, die die Inszenierung mitbringt, kann man die Darsteller fast übersehen, bis auf Albert Dekker als Dr. Thorkel, der eine ganz eigene Art mitbringt und sich schon rein optisch festbrennt.

Schoedsack bleibt seinen Themen und seiner Dschungelkulisse treu, und ein GRAF ZAROFF – GENIE DES BÖSEN (1932) und ein KING KONG UND DIE WEISSE FRAU (1933) blicken immer wieder durch. Sein Geschick geht erneut auf. DOKTOR ZYKLOP ist ein gelungener Leckerbissen des Phantastischen Kinos der 1940er-Jahre.

(Bjoern Candidus)

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