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Stage Fright, 1987 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

AQUARIUS – THEATER DES TODES
(DELIRIA, Italien, 1987, Regie: Michele Soavi)

Eine Musical-Gruppe probt in einem alten Theater ihre neue Nummer. Unweit davon entfernt entflieht ein Psychopath aus einer Psychiatrie, der sich das Theater als sein nächstes Ziel ausgesucht hat.  

Nachdem Michele Soavi als Regie-Assistent von Joe D‘Amato, Dario Argento und Lamberto Bava arbeiten durfte, war es nur eine Frage der Zeit, bis er selbst auf dem Regiestuhl Platz nahm. 

Und so entstand nach Soavis Dokumentation DARIO ARGENTO‘S WORLD OF HORROR (1985) 1987 für D’Amatos Filmschmiede Filmirage sein Debütspielfilm AQUARIUS – THEATER DES TODES, der sich sowohl als Giallo als auch als Slasher nach US-Prinzip lesen lässt. Das Theater-Setting erinnert nicht nur an OPERA (1986) und IM RAMPENLICHT DES BÖSEN (1972), sondern auch an L‘ ASSASSINO HA RISERVATO NOVE POLTRONE (1974), in dem ebenfalls eine Gruppe junger Leute in einem Theater eingeschlossen sind und nach und nach ableben müssen. 

AQUARIUS – THEATER DES TODES startet erst mal rein in die (eklige) 80er-Jahre-Musical-Welt, in der wild zu fürchterlicher Musik getanzt wird. Doch dem bunten Treiben wird schnell einen Riegel vorgeschoben, wenn der Film dem typischen Einer-nach-dem-anderen-Slasher-Prinzip folgt. Innovativ ist das Ganze natürlich nicht, und 1987 hatte man den Brei eigentlich schon viel zu oft geschluckt. Doch Soavi zeigt es dem Zuschauer auf visuelle Art, um sich abzusetzen. Im Gegensatz zu den vielen sehr steifen oder langweilig inszenierten US-Slashern der späten 80er-Jahre kann AQUARIUS – THEATER DES TODES durch die gute Fotografie von Renato Tafuri glänzen, der das Theater auf, unter, über und hinter der Bühne nutzt, um dem Killer eine Spielwiese zu bieten. Überzeugen kann Soavi auch in Sachen Gore. Eine Spitzhacke, eine Bohrmaschine und eine Kettensäge kommen zum Einsatz und lassen das Blut spritzen. Zudem bringt der Killer dank seiner Eulenmaske frischen Wind in die Welt der Maskenmörder. 

Die Besetzung ist okay. Viel sollte man von den Darstellern nicht erwarten, aber im Gegensatz zu vielen ihrer Slasher-Kollegen, geben sie ein sympathischeres Bild ab. Ich habe mir ein bisschen mehr Spielzeit von Giovanni Lombardo Radice erhofft, aber man kann ja nicht alles haben. Neben der Pop-Musik, die hier im Rahmen der Musical-Proben erklingt, darf auch Simon Boswell wieder ran. 

AQUARIUS – THEATER DES TODES ist ein ordentlicher inszenierter Giallo-Slasher mit wuchtigen Gewalteinlagen und visuellen Reizen, der zwar inhaltlich auf der Sparflamme kocht, aber diesbezüglich auch keinerlei Erwartungen erfüllen muss. 

(Bjoern Candidus)

←The Snorkel, 1958 – ★★★½
The Weapon, the Hour, the Motive, 1972 – ★★★★→

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