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Papaya: Love Goddess of the Cannibals, 1978 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

PAPAYA – LIEBESGÖTTIN DER KANNIBALEN
(PAPAYA DEI CARAIBI, Italien, 1976, Regie: Joe D‘Amato) 

Um die Errichtung eines Kernkraftwerks auf einer karibischen Insel zu verhindern, entsendet eine Gruppe rebellischer Umweltschützer die schöne Papaya, die die Ingenieure des Kraftwerks verführt und anschließend tötet. Sara, eine Journalistin, die gerade zugegen ist, versucht mit Vincent, einem Ingenieur, das Geheimnis hinter der Mordserie zu lösen. 

Wenn der Name Joe D‘Amato auftaucht, sehe ich automatisch Geschlechtsteile und Gekröse. Dann heißt es simple Geschichten mit komischen Leuten erleben oder komische Geschichten mit simplen Leuten. Wie auch immer… Hier hat D‘Amato gut kombiniert, um seinen Schmierzauber auf die Welt zu verbreiten. Die Kannibalen, die der deutsche Titel verspricht, tauchen hier allerdings nicht auf, aber dafür gibt es einen Voodoo-Kult, und das ist ja auch toll. 
Dazu gibt es viel Sex unter Palmen zwischen unsympathischen Figuren, blutige Rituale und eine haarsträubende Öko-Story, die sich zumindest in einem recht atmosphärischen Insel-Setting bewegen darf. Da kann man schon mal schnell an WOODOO – SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES (1979) denken, wenn auch nicht auf inhaltlicher oder qualitativer Ebene. Wobei man sagen muss, dass die Kameraarbeit von D’Amato auch hier wieder gelungen ist. Fotografieren kann er. Gedreht wurde im übrigen in der Dominikanischen Republik, wo auch spätere Filme D’Amatos gedreht wurden. 

Weniger schön ist das Beiwohnen eines Hahnenkampfes. Irgendwas mit Tieren ist ja meistens. Immerhin waren die beiden Schweine, die vor der Kamera ausgeweidet werden, vorher schon tot. Glanz sollte man bei den Darstellern auch nicht erwarten. Maurice Poli (WILD DOGS, 1974), der eine frappierende Ähnlichkeit mit Christopher George hat, und seine Film-Begleiterin Sirpa Lane, die vorher mit LA BÊTE (1975) von Walerian Borowczyk und nachher mit DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM (1980) von Alfonso Brescia, durchaus das Signal gibt, sich im freizügigen Gefilden wohl zu fühlen, scheinen hier gerade weniger in Stimmung zu sein, obwohl doch reichlich gevögelt wird. Aber wie sagt man doch so schön: Sex ist nicht alles. Noch ausladender wirkt Melissa Chimenti als tödliches Liebesluder Papaya. Laura Gemser hätte das Ding gerockt. Passend untermalt hat das Ganze der wunderbare Stelvio Cipriani. 

Nackte Brüste, behaarte Vaginas  
und die sexhungrige Papaya, die auch schon mal einen Penis abbeißt oder sexuelle Handlungen mit Papayas durchführt, machen PAPAYA – LIEBESGÖTTIN DER KANNIBALEN zu einem Öko-Abenteuer-Sexfilm mit Horror-Elementen, der besonders eines gut kann: schlechten Geschmack bedienen.

(Bjoern Candidus)

←Revenge of the Radioactive Reporter, 1989 – ★★
The Human Factor, 1975 – ★★★→

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