Zum Inhalt springen
  • Startseite
  • Episoden
  • Rezensionen
  • Über uns
  • Wo Ihr uns findet
  • Kontakt

The Kindred, 1987 – ★★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

ANTHONY 
(THE KINDRED, USA, 1987, Regie: Stephen Carpenter, Jeffrey Obrow)

Nachdem die Wissenschaftlerin Amanda Hollins nach einem Herzinfarkt im Krankenhaus erwacht, berichtet sie ihrem Sohn John, dass er einen Bruder namens Anthony hat und fleht ihn an, die Unterlagen über ein geheimes Gen-Experiment, die in ihrem Haus lagern, zu vernichten. Der Schrecken, den sie angefangen hat, muss mit ihr enden. Verwirrt von ihren Worten, wendet er sich an Dr. Lloyd, dem Wissenschaftskollegen von Amanda, der ihm auch nicht helfen kann. Doch in Wirklichkeit weiß Lloyd ganz genau, was vorgeht und tötet Amanda im Krankenbett, um ihre Experimente fortzuführen. Als John der Bitte seiner Mutter nachkommen will, ist es zu spät: Anthony ist entfesselt und zieht eine blutige, schleimige Spur hinter sich her. 

Nachdem etwas mauen Slasher TODESTRAUMA (1982) und dem durchaus stimmungsvollen Dämonen-Horrorfilm DIE MACHT DES BÖSEN (1984), haben die beiden Regisseure Stephen Carpenter und Jeffrey Obrow mit ANTHONY einen wirklich ausgezeichneten Monster-Horrorfilm abgeliefert. Die Story, bzw. das Drehbuch wurde gleich von mehreren Händen bearbeitet oder ergänzt, u.a. durch Joseph Stefano (Drehbuch für PSYCHO, 1960), was sich hier positiv auswirkt.

Der Film startet bereits spannend und zeigt den Überfall auf einen Krankenwagen, was in einer Burke-und-Hare-artigen Verstrickung endet. Diese beiden Herrschaften bieten sich natürlich an, weil man es eben auch mit einem Mad Scientist-Horrorfilm zu tun hat. Schnell erkennt man auch die ordentliche Kameraarbeit von Stephen Carpenter selbst. Visuell ist das alles sehr ansehnlich. Vor allem die tollen Monster-SFX, die viele kreative Kreaturen zu Tage bringen, die besonders Fans von Lovecraft ansprechen dürften. Tentakel, Kiemen, undefinierbare Körperöffnungen usw. fallen auf einen ein und lassen das Monsterherz höher schlagen. In Kombination mit dem wahnsinnigen Wissenschaftler drängt sich natürlich RE-ANIMATOR (1985) auf, doch der schräge Humor bleibt aus. Auch der später entstandene BABY BLOOD (1990) von Alain Robak ist zu erkennen. Doch in allem nimmt sich ANTHONY viel ernster, und das bekommt ihm gut. 

Mit Kim Hunter (PLANET DER AFFEN, 1968) und Rod Steiger (IN DER HITZE DER NACHT, 1967) hat man zwei Altstars bekommen, die den Film aufwerten. Allerdings ist Kim Hunter als Wissenschaftlerin Amanda Hollins nur am Anfang zu sehen, während sich Steiger als wahnsinniger Dr. Lloyd bis zum Ende durchschlägt. Aber auch die jüngeren Semester, David Allen Brooks, Peter Frechette, Amanda Pays und Talia Balsam, fallen positiv auf und können sich jederzeit gegen viele Damen und Herren in ähnlich gelagerten Filmen jener Tage behaupten. Den größten Schauwert haben allerdings trotzdem die Monster, die hier aufgefahren werden. Für den stimmigen Score zeigt sich David Newman (CRITTERS, 1986) verantwortlich. 

Schleimige Kreaturen, ein wahnsinniger Wissenschaftler und eine rundum gelungene Atmosphäre machen ANTHONY zu einem kleinen Highlight des späten 80er-Jahre-Horrorkinos. 

(Bjoern Candidus)

←Ghostkeeper, 1981 – ★★★½
The Fear, 1995 – ★½→

Kommentare

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

  • Traumstadt Gazette Ausgabe 102

    10. September 2026
  • Darkroom, 1989 – ★★

    10. September 2026
  • The Time Travelers, 1964 – ★★★

    8. September 2026
  • River’s Edge, 1986 – ★★★★

    7. September 2026

Impressum · Datenschutzerklärung · © 2026 Antenne Traumstadt