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In a Colt’s Shadow, 1965 – ★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

PISTOLEROS
(ALL’ OMBRA DI UNA COLT, Italien, Spanien, 1965, Regie: Giovanni Grimaldi)

Steve und Duke sind befreundete Kopfgeldjäger. Doch der noch junge Steve möchte sich bereits zur Ruhe legen und zwar mit der Tochter von Duke. Doch Duke passt das nicht. Er droht sogar, Steve zu schießen, wenn er sich je an seine Tochter heranmachen sollte. Doch die Drohung kommt nicht an: Steve und Susan machen sich heimlich davon. Sie kommen in der Stadt Providence an, die in der Hand eines üblen Bankiers ist. Steve ist offensichtlich nicht willkommen, obwohl er Geld mitbringt und sich niederlassen will. Es kommt zu einem Konflikt. Und dann erreicht Duke Providence und möchte seine Drohung gegenüber Steve wahrmachen. 

Giovanni Grimaldi (DJANGO – SCHWARZER GOTT DES TODES, 1966) hat hier einen optisch sehr schönen Italowestern gezimmert, der sämtliche Zutaten des Genres auffährt, doch dabei sehr langsam und viel zu geschwätzig unterwegs ist. Neben prächtigen Landschaftsaufnahmen, die mit sehr ruhiger Hand fotografiert wurden, erwartet einen wohl dosierte Action und Schießereien, die gut umgesetzt wurden. Man bekommt Einblicke in die Stadt Providence, in der einiges los ist. Viele Statisten beleben das Bild. Dazu gesellt sich ein passender Soundtrack, der schon während der schön gemalten Titel-Sequenz mit den typischen Klängen von Nico Fidenco kokettiert. 

Das Hauptproblem an diesem Film ist ganz klar die blasse Besetzung. 
Einschließlich der Hauptdarsteller Stephen Forsyth und Conrado Sanmartin, fehlen hier einfach die eindringlichen Gesichter, die gerade die großen Filme des Genres ausmachen. Stephen Forsyth mag zwar ein Schönling sein, ein cooler Pistolero ist er jedenfalls nicht. Kurz habe ich mich über Aldo Sambrell gefreut, doch sein Charakter wird kurz nach Auftreten ins Jenseits befördert. So langweilig wie die Figuren sind, ist auch leider die Story. Alles dehnt sich und wird zerredet. Das ist sehr Schade, weil die Inszenierung an sich sehr hochwertig aussieht. 

PISTOLEROS ist leider keine Offenbarung, aber er sieht zumindest immer schön aus. 

(Bjoern Candidus)

←Prey of the Jaguar, 1996 – ★½
Maniac Cop, 1988 – ★★★→

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