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Prey of the Jaguar, 1996 – ★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

PREY OF THE JAGUAR
(USA, 1996, Regie: David DeCoteau)

Damien Bandera gelingt die Fluch aus einem Gefangenentrasporter. Er will sich an dem rächen, der ihn hinter Gitter gebracht hat: Derek Leigh, ein ehemaliges Mitglied einer Spezialeinheit. Und was ist da naheliegender als seine Frau und seinen Sohn zu töten? Nichts. Gesagt getan, Dereks Familie wird ausgelöscht. Da ist es kaum verwunderlich, dass auch Derek in den Rachemodus schaltet. Meister Xi frischt seine Kampfkünste auf. Dann hat Derek eine Idee: er bastelt sich das Kostüm eines Superhelden nach den Entwürfen seines kleinen Sohns. Jetzt ist er als Jaguar unterwegs. 

David DeCoteau (PUPPET MASTER 3, 1991) fährt in diesem Actionfilm eine ganze Wagenladung Lächerlichkeit auf, und er lässt sich damit auch keine Zeit. Der Film startet mit dem Ausbruch aus einem Gefängnisbus, wo schon klar wird, was hier vermutlich 90 Minuten auf einen wartet: Actionquatsch der billigen Sorte. Der erste Eindruck setzt sich nach den Credits fort, aber immerhin poltert Stacy Keach in die Handlung. Das soll aber nichts heißen, denn Keach hat seine besten Zeiten hinter sich. Gleiches gilt auch für Linda Blair. Und doch glänzen hier beide automatisch, weil alle anderen so unglaublich schlecht sind. Maxwell Caulfield als Derek Leigh, bzw. Jaguar und seine Nemesis Trevor Godard als Damien Bandera, wie auch Tom Badal sind zum fremdschämen, agieren hölzern und haben so viel Charisma wie ein Regenwurm. Wenn sich Maxwell Caulfield in sein Jaguar-Superhelden-Outfit quetscht und in seine Rache-Mission startet, wird der Film in ungeahnte Höhen der Albernheit gehoben. Einfach toll, wie sich der Film von Minute zu Minute immer mehr in die Scheiße manövriert.

Null Händchen für Dramaturgie, Action und Schnitt ist stets zu erkennen. Die Kameraführung ist noch das Charakteristischste, was einem hier begegnet, da das Bild schwankt und wabert, als wäre der Kameramann besoffen gewesen. Von einer Atmosphäre, die den Film zumindest irgendwie hätte retten können, kann auch nicht die Rede sein. Es gibt Ansätze, aber die verschwinden so plötzlich wie sie gekommen sind. Aber immerhin ist das Ganze so dämlich, dass ich mich nie gelangweilt habe. 

PREY OF THE JAGUAR ist Action-Möchtegernsuperheldenpampe, die keinem ernsthaft schmecken dürfte. Ich war amüsiert und peinlich berührt zugleich. 

(Bjoern Candidus)

←A Better Tomorrow II, 1987 – ★★★★★
In a Colt’s Shadow, 1965 – ★★½→

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