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Caught in Fear, 1985 – ★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

IN ANGST GEFANGEN
(ATRAPADOS EN EL MIEDO, Spanien, 1985, Regie: Carlos Aured)

Ana, Antonio, Laura und José wollen ihren Urlaub gemeinsam in einem alten Herrenhaus in Deutschland verbringen. Soweit so gut, doch in der Nähe ist ein Psychopath unterwegs, der einen ordentlichen Hass auf Frauen verspürt. 

In den 1970er-Jahren hat der Spanier Carlos Aured ein paar Filme mit Paul Naschy gedreht, u.a. DIE TODESKRALLE DES GRAUSAMEN WOLFES (1973) und BLUTMESSE FÜR DEN TEUFEL (1973), die heutzutage zu kleinen Klassikern avanciert sind. Diesen Status wird IN ANGST GEFANGEN, der Aureds letzter Film werden sollte, wohl niemals erreichen. Aured hat hier einen sehr stümperhaften Serienmörder-Thriller gezimmert, der vor allem extrem ausdruckslos daherkommt. Dabei hätte Aured mit dem ländlichen Setting und dem schönen Herrenhaus echt was machen können. Vergleicht man diesen Film mit seinen Arbeiten mit Paul Naschy aus den 70er-Jahren, erlebt man einen Unterschied wie Tag und Nacht. IN ANGST GEFANGEN ist geradezu hässlich und schlampig inszeniert. Dass die abgedroschene Handlung auch 1985 niemanden mehr mitgenommen haben dürfte, ist gar nicht schlimm, das Leben besteht aus Wiederholung, aber die Lieblosigkeit, mit der man hier vorgegangen ist, ist traurig. Die vier Hauptdarsteller schaffen es binnen weniger Minuten, dass man gar nichts von ihnen wissen will, außer wie sie sterben werden. (Man möge sich an dieser Stelle nicht zu früh freuen.) Zwischen dem langweiligen Geplänkel der Vier, ist der psychopathische Killer, ein dämlicher Zappelphilipp, den man fast nur von hinten sieht, auf der Jagd nach Frauen. Parallel jagt ihn die Polizei, die aber aufgrund von Personalmangel keinen Erfolg aufzuweisen hat. Die wenigen Ansätze von Spannung werden in erster Linie durch den durchaus annehmbaren Score von Código Exterior erzeugt, aber der kann den Mangel an Schauwerten auch nicht ausgleichen. 

IN ANGST GEFANGEN hat mich ein bisschen an Sergio Martinos Giallo DIE SÄGE DES TEUFELS (1973) erinnert, der ja allgemein auch gerne als Früh-Slasher bezeichnet wird. Die Qualität von Martino bleibt Aured leider verwehrt. Wo andere mit Atmosphäre oder wenigstens blutigen Morden dienen, serviert Aured Langeweile. 

(Bjoern Candidus)

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