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Naked You Die, 1968 – ★★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

SIEBEN JUNGFRAUEN FÜR DEN TEUFEL
(NUDE… SI MUORE, Italien, 1968, Regie: Antonio Margheriti)

Die Ferien im Mädchenpensionat St. Hilda College haben sich die wenigen Mädchen, die nicht zu ihren Eltern gereist sind anders vorgestellt, ebenso die neue Lehrerin Mrs. Clay. Die sommerliche Idylle wird von einer Mordserie gestört. Nicht nur die Polizei ermittelt, sondern auch die Mädchen. Der Mörder muss unter den Angestellten zu finden sein.  

Antonio Margheritis Ausflug in die Welt der Gialli ist ein bildhübscher Trip, der ein bisschen wie eine aufgelockerte, fast heitere Vorab-Version der sogenannten „Schulmädchen in Angst – Trilogie“ bestehend aus DAS GEHEIMNIS DER GRÜNEN STECKNADEL (1972), DER TOD TRÄGT SCHWARZES LEDER (1974) und ORGIE DES TODES (1978) daherkommt. Während sich für die Story der sehr fleißige Giovanni Simonelli (SIEBEN TOTE IN DEN AUGEN DEN KATZE, 1973) verantwortlich zeigt, hat man es beim Drehbuch gleich mit mehreren Herren zu tun, z.B. auch Mario Bava. Bava ist hier sowieso nicht von der Hand zu weisen, denn Antonio Margheriti hat sich offensichtlich bei seinem Giallo BLUTIGE SEIDE (1964) inspirieren lassen. So viele andere Beispiele gab es zu der Zeit noch nicht, da das Giallo-Kino noch in der Frühphase steckte, obwohl die Weichen natürlich längst gestellt wurden. Und so tauchen bereits einige Standard-Elemente auf. 

Der Film ist sehr schön fotografiert, ausgeleuchtet in bavatypischen Farben und nutzt das Set hervorragend. Das Pensionat ist das Castello della Castelluccia in Rom. Innen wie außen macht der Kasten was her. Dazu gibt es immer wieder stimmungsvolle Aufnahmen in den Parkanlagen oder der umliegenden Natur. Kameramann Fausto Zuccoli hat gute Arbeit geleistet. Statt auf explizite Gewalt setzt man auf Spannung, Atmosphäre und Charaktere. Die Wahl der Darsteller ist gelungen. Mark Damon, Eleonora Brown, Sally Smith, Patrizia Valturri, Michael Rennie, Sally Smith,Luciano Pigozzi und Ludmila Lvova ergeben eine bunte Mischung, die durchaus auch etwas Humor zulässt.
Garniert wird der Film mit der Musik von Don Powell und Carlo Savina.

SIEBEN JUNGFRAUEN FÜR DEN TEUFEL ist ein kunterbunter Früh-Giallo auf sehr gutem Niveau. Hier gibt es viel Schönes zu sehen. 

(Bjoern Candidus)

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