DIE LEICHENMÜHLE
(THE CORPSE GRINDERS, USA, 1972, Regie: Ted V. Mikels)
Die Besitzer einer Katzenfutterfabrik haben eine lukrative Idee: sie produzieren Katzenfutter, was sie aus Menschenfleisch gewinnen. Die Leichen bekommen sie anfänglich von einem Totengräber, doch dann fangen sie auch noch selbst an zu töten. Den Katzen schmeckt der Fraß, doch die Sache hat einen Haken: es verwandelt sie in mörderische Bestien, die Menschen angreifen.
Ted V. Mikels (ASTRO-ZOMBIES, 1968) hat hier einen ranzigen Schmierlappen von Tier-Horrorfilm heruntergekurbelt, der trotz (oder gerade wegen) seiner billigen Machart eine gewisse Anziehungskraft auf mich hatte.
Von der ersten Sekunde an liegt der Ranz über den Bildern, und der Gestank der drittklassigen Darsteller beißt einem durchs Bild in die Nase. Fiese Menschen tummeln sich hier zuhauf, und der permanente Nebel ist nicht dicht genug, um sie zu bedecken. Da werden die aggressiven Samtpfoten fast zur Nebensächlichkeit, die auf ein paar schlecht inszenierte Angriffe reduziert wurden. Eigentlich ist hier alles wichtiger als die Katzen, besonders die unmoralischen Kapitalisten, die über Leichen gehen, die sie anschließend mittels Fleischwolf zu Katzenfutter verarbeiten. Die Story und die Atmosphäre erinnert etwas an die Filme von H.G. Lewis, auch wenn es hier im Vergleich sehr handzahm zugeht.
DIE LEICHENMÜHLE ist ein billiger Horrorfilm mit ekligen Menschen, die eklige Dinge tun. Der Tier-Horrorfilm, der er hätte werden können, ist er leider nicht geworden.
(Bjoern Candidus)
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