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Sudden Fury, 1975 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DIRTY FRED
(SUDDEN FURY, Kanada, 1975, Regie: Brian Damude) 

Fred will seiner Frau Janet von dem Kauf eines Grundstücks im Wald überzeugen, auf dem er mit ihr eine Art Erlebnis-Motel errichten möchte. Er weiß, dass sie Geld hat, aber sie hat keine Lust auf seine Pläne. Und so kommt es zum Streit, bei der er die Kontrolle über sein Auto verliert und einen Unfall baut. Fred lässt Janet schwer verletzt im Auto zurück, damit sie stirbt und er an ihr Geld kommt. Doch Al, der bereits vorher mit Fred schlechte Erfahrung gesammelt hat, beobachtet das Geschehen…  

Das Jahr 1975 war in Kanada ein ganz besonderes, was den meisten Kandieren wohl gar nicht bewusst war. David Cronenberg kam in diesem Jahr mit SHIVERS um die Ecke und veränderte nicht nur das Horrorkino, sondern auch die kanadische Filmindustrie. Sehr zum Missfallen kanadischer Film-Kritiker, aber was scheren die einen? Nichts. Umso interessanter ist es, dass DIRTY FRED fast zur gleichen Zeit in die Kinos kam und so zur einer Welle von Genrefilmen gehört, die in den folgenden Jahren in Kanada entstanden sind. 

Der Kanadier Brian Damude kam als Regisseur allerdings nicht so weit wie David Cronenberg, und so blieb DIRTY FRED sein einziger Langfilm. Dabei kann man hier gute Ansätze und Ideen loben, die in Richtung Hitchcock deuten, sich aber stilistisch eher im Sumpf des 70er-Jahre Grindhouse-Kinos bewegen, wenn es auch längst nicht so schmutzig zugeht wie bei den zahlreichen US-Filmen jener Tage. Der Film sieht sogar gradezu langweilig aus und wird lediglich durch die Naturkulisse versehentlich schön. Das ist aber soweit okay, weil man einer Handlung folgen kann, ohne sich an Nebensächlichkeiten laben zu müssen. Nicht, dass die Story zum Nägelkauen wäre, aber ihr Verlauf bleibt spannend. Es mangelt manchmal an den Fähigkeiten der Darsteller. Eine gewisse Steifheit und Ausdruckslosigkeit macht sich breit, aber Dominic Hogan, Gay Rowan und Dan Hennessey waren kaum erfahren. 

Insgesamt mangelt es DIRTY FRED etwas an Schauwerten. Nichts brennt sich fest. Aber es ist eben auch nichts wirklich schlecht. Brian Damude hat zumindest handwerklich einen soliden Thriller geliefert, der spannend, kurzweilig, gemein und schnörkellos daherkommt. 

(Bjoern Candidus)

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Shadow Builder, 1998 – ★★★½→

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