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Women’s Prison Massacre, 1983 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

LAURA 2 — REVOLTE IM FRAUENZUCHTHAUS
(EMANUELLE FUGA DALL‘INFERNO, Italien, 1983, Regie: Bruno Mattei, Claudio Fragasso)

Die Reporterin Emanuelle Arsan wird wegen angeblichen Drogenbesitz von einem korrupten Staatsanwalt hinter Gitter gebracht. Der Alltag der Damen im Gefängnis wird durch die strengen Hände der Wärterinnen zur Tortur. Strenge Regeln, Schläge und Erniedrigungen stehen auf der Tagesordnung. Aber es soll noch schlimmer kommen, denn ein Gefangenenbus liefert vier Schwerverbrecher ein, denen es schnell gelingt, die Wärterinnen zu überlisten und das Gefängnis in ihre Gewalt zu bringen.

Was machten Bruno Mattei und Claudio Fragasso, wenn sie die Darsteller ihres vorherigen Films einfach nicht gehen lassen wollen? Sie dreht einfach noch einen Film mit ihnen. Und so folgte ein Jahr nach LAURA – EINE FRAU GEHT DURCH DIE HÖLLE die Nicht-Fortsetzung LAURA 2 — REVOLTE IM FRAUENZUCHTHAUS. Lag der Fokus im Vorgänger noch mehr auf den Frauen und dem Alltag im Gefängnis, konzentriert sich dieser Film mehr auf die vier Verbrecher, die hier alles dransetzen, um sich von ihrer schlechtesten Seite zu zeigen.

Der Film startet mit einer Theateraufführung im Gefängnis, die recht schnell zu einer Prügelei unter den Frauen führt, was hier immer wieder passiert. Erst als die vier Männer die Gefängnismauern betreten, verlagern sich die Probleme. Es kommt zur Geiselnahme, zu Vergewaltigungen, sadistischen Spielchen bis hin zu Tötungen durch erwürgen oder erschießen. Der menschenverachtende Ton des Vorgängers wird hier noch mal verstärkt. Insgesamt verhält sich der Film actionreicher, und Mattei und Fragasso treten ordentlich aufs Gaspedal. Erneut darf Luigi Ceccarelli hier den Score beisteuern, der gut zum Tempo passt. 

Genauso albern wie im Vorgänger ist der Versuch, Italien als die USA zu verkleiden. Namen helfen da nicht, und amerikanische Polizeiautos auf italienischen Straßen fahren zu lassen, hilft noch viel weniger. Aber die Filme von Mattei und Fragasso wirken ja ohnehin oft so, als seien sie in einem Paralleluniversum entstanden. 

Die größte Freude, die mir LAURA 2 — REVOLTE IM FRAUENZUCHTHAUS bescherte, waren natürlich wieder die vertrauten Darsteller. Laura Gemser, Gabriele Tinti, Franca Stoppi und Lorraine de Selle sind alle wieder am Start, und mit Carlo De Mejo erweitert sich der Cast, um einen weiteren guten Bekannten. Gemser ist als Emanuelle besetzt, Stoppi und de Selle vertreten erneut mit harter Hand das Gesetz, zusammen mit De Mejo, während Tinti zu den üblen Typen gehört. 

LAURA 2 — REVOLTE IM FRAUENZUCHTHAUS ist ein garstiger Gefängnisfilm mit reichlich Gewalt gegen alles und jeden. Hirn aus, Film an! 

(Bjoern Candidus)

←Violence in a Women’s Prison, 1982 – ★★★½
Leonor, 1975 – ★★★★→

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