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Black Emanuelle, 1975 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

BLACK EMANUELLE
(EMANUELLE NERA, Italien, 1975, Regie: Bitto Albertini)

Die schwarze Amerikanerin Emanuelle bekommt von ihrem Verleger den Auftrag, nach Schwarzafrika zu reisen, um dort eine Reportage aufzunehmen. Doch der Job wird zu einem wilden Abenteuertrip voller Sex und Erotik, der bereits am Flughafen beginnt, als sie das erste Mal dem Ehepaar Gianni und Ann Danieli begegnet, das sie bei sich zu Hause aufnimmt. Während Gianni und Ann ein Auge auf sie werfen, interessiert sich auch Richard für Emanuelle, was sie allerdings auch nicht davon abhält, sich auf Gianni einzulassen. Emanuelle lässt nichts anbrennen und startet in wilde und feuchte Abenteuer in Nairobi.

Bitto Albertini startet mit BLACK EMANUELLE die Sexploitation-Reihe um Laura Gemser, die als Reporterin Emanuelle fremde Länder aufsucht, um über sie zu berichten und nebenher die Herzen von Mann und Frau im Sturm erobert. Mit Just Jeackins EMMANUELLE (1974), der ebenfalls zahlreiche Fortsetzungen hinter sich zog, hat BLACK EMANUELLE nicht viel zu tun. Um Sex und Erotik geht es natürlich in beiden Filmen, aber Laura Gemser als Mae Jordan aka Emanuelle geht mit mehr Erfahrungen an die Sache als Sylvia Kristel als Emmanuelle. 

Was bei BLACK EMANUELLE sofort Einsetzt ist Urlaubsstimmung. Ein Flugzeug bringt Emanuelle nach Afrika, genauer: nach Nairobi. Man darf sich an der wunderschönen Flora und Fauna ergötzen, erlebt Emanuelle auf Safari, in Ruinen oder auf Dinner und Pool-Partys der Reichen, der weißen Reichen, wohlgemerkt. Und es dauert auch nicht lange, bis sich die Geschlechtsteile zeigen und Sex und Erotik in Albertinis Inszenierung Einzug erhalten. In der „Hardcore-Fassung“ wird Laura Gemser und ihr Gegenüber dann gedoubelt, was kaum zu übersehen ist. Im Gegensatz zu den nachfolgenden Filmen, die unter der Regie von Joe D’Amato entstanden, geht man hier nach sanftere Wege der Sexualität, jenseits von Tiersex, Zwangsprostitution und Gewalt. Andererseits ist Albertinis Film insgesamt weniger unterhaltsam, vor allem, wenn man die D’Amato-Nachfolger kennt. 

Nichtsdestotrotz ist auch BLACK EMANUELLE ein durchaus unterhaltsamer Film mit einer guten Besetzung. Laura Gemser gelang mit diesem Film ihr Karrieredurchbruch, der sie in viele weitere, ähnlich gelagerte Filme bringen sollte. Auch ihr späterer Ehemann Gabriele Tinti ist an Bord, der Laura als Richard natürlich schöne Augen macht. Vielmehr ist allerdings Gianni in Emanuelle verknallt. Dieser wird von Angelo Infanti verkörpert, der etwas fad wirkt. Etwas ausladend ist Karin Schubert als Ann, die hier eine unvorteilhafte Kurzhaarfrisur trägt. 
Die kleineren Schönheitsfehler der Produktion werden immer wieder mit Nico Fidencos schönen Score ausgeglichen.  

BLACK EMANUELLE ist ein schöner Startschuss einer spritzigen Sexploitation-Reihe mit der wunderbaren Laura Gemser. 

(Bjoern Candidus)

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