DIE GIERIGEN
(THE HOOKED GENERATION, USA, 1968, Regie: William Grefé)
Eine Gruppe von Drogenschmugglern bringt im Drogenrausch kubanische Dealer auf ihrem Boot um. Sie schaffen die Leichen auf das andere Boot, was sie anschließend anzünden. Am anderen Tag werden sie von der Küstenwache überprüft. Die Situation gerät außer Kontrolle und es kommt zu einer Schießerei.
Wenn es im Werk von William Grefé einen gemeinsamen Nenner gibt, dann ist es das Setting: die Everglades. Und so startet auch DIE GIERIGEN in den Sümpfen Floridas. Doch statt eines abenteuerlichen Horrorfilms im Stile von STING OF DEATH (1965) oder DEATH CURSE OF TARTU (1966) erwartet einen hier ein ziemlich dreckiges Drogen-Schmuggel-Exploitation-Drama.
Drogenkonsum, Vergewaltigung und Mord ziehen sich durch einen ziemlich handlungsarmen Film, der vor allem darauf bedacht ist, drei Arschlöchern zu folgen, die Menschen Übles antun. Nicht nur einmal werden hier Erinnerungen an Filme wie LAST HOUSE ON THE LEFET (1972) wach. Hier sind es die Drogenschmuggler Daisy, Acid und Dum Dum, die eine blutige Spur durch die Everglades ziehen und ihre Geiseln, ein Touristenpärchen, foltern und demütigen, nachdem sie eine Drogenbande und die Küstenwache massakriert haben. Ab der Mitte, wenn das FBI eingeschaltet ist, schlägt man sich zu Fuß durchs Gestrüpp, wo es zu weiteren Konflikten kommt , die zu einem nadelspitzen Finale führen.
Grefé liefert hier wirklich üble Figuren, die man nur hassen kann. Die Gewalt ist für 1968 verdammt grob. Ein Harpunen-Schuss und Messerstiche in den Magen, Schießereien und sexuelle Übergriffe stehen auf dem Plan, dazu Drogenkonsum soweit das Auge reicht.
Bei Grefé kann man sich nie sicher sein, was man bekommt, und so hat mich DIE GIERIGEN wieder überrascht, denn so ein fieses, dreckiges Filmchen hatte ich nicht erwartet.
(Bjoern Candidus)
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