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Blood Rage, 1987 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

BLOOD RAGE
(USA, 1987, Regie: John Grissmer) 

Die Zwillingsbrüder Todd und Terry schleichen sich ins Autokino, um Pärchen zu beobachten. Terry packt plötzlich ein Beil aus und tötet den jungen Mann im Auto und schiebt den Mord anschließend seinem geschockten Bruder Todd in die Schuhe, der darauf hin in eine psychiatrische Anstalt kommt. 10 Jahre später kann Todd entkommen, was Terry zum Anlass nimmt, erneut zu töten, um seinen Bruder zu belasten. 

Nur zwei Filme hat Regisseur John Grissmer gedreht: BLOOD RAGE und einige Jahre vorher SKALPELL – BLUTIGES SPIEGELBILD. In seinem 76er-Psycho-Thriller wird eine Frau zum Ebenbild einer anderen gemacht, hier gibt es direkt Zwillingsbrüder. In BLOOD RAGE übernimmt Mark Soper den Part der Doppelrolle und verkörpert die Brüder Todd und Terry. Auch wenn Soper ziemlich steif und blass wirkt, nimmt man ihm den Psychopathen bzw. das unschuldige Opfer durchaus ab. Auch Louise Lasser überzeugt als hirnverbrannte Mutter Maddy. Dafür bleibt der Rest der Besetzung einfältig und austauschbar, aber die meisten Figuren dienen ohnehin nur dafür, möglichst blutig zu sterben. Und in diesem Punkt holt BLOOD RAGE richtig aus und liefert harte Gore-Effekte. Gesichter werden mit einer Machete eingeschlagen, Körper werden durchbohrt und zerstückelt, was sehr grafisch dargestellt wird. 
Gore- und Slasher-Fans werden hier ihre wahre Freud haben. Leider mangelt es Grissmers Inszenierung an Atmosphäre, und alles ist viel zu hell ausgeleuchtet. Zum Ausgleich liefert Richard Einhorn einen richtig coolen Score, der sich unüberhörbar an John Carpenter orientiert. 

Das Hauptproblem von BLOOD RAGE ist Spannungsarmut, und Grissmer hat leider nicht versucht, ein Täter-Twist einzubauen, denn man weiß ja als Zuschauer bereits von Beginn an, wer der eigentliche Killer ist. Dafür hat Grissmer aber einen sehr blutigen, kurzweiligen Slasher gezimmert, der Film wie DRIVE-IN KILLER (1976), HALLOWEEN (1978) und THE MUTILATOR (1984) in Erinnerung bringt. 

(Bjoern Candidus)

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